John 5 - God Told Me To - Cover
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John 5 God Told Me To


  • Label: Neo/Sony Music
  • Laufzeit: 41 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Soloalben von Gitarristen sind meistens heftige Ego-Geschosse, die nur von Hardcore-Fans und Musikschülern geliebt werden.

Der Gitarrist und Songschreiber John „5” Lowery dürfte den meisten Rockfans als ehemaliges Mitglied von 1998 bis 2004 bei Marilyn Manson bekannt sein. Nach seiner Zeit in Diensten des Schockrockers begann John 5 eine Solokarriere, spielte aber auch schon mit Rob Halford (Judas Priest) und Rob Zombie zusammen, für den er inzwischen als festes Bandmitglied agiert.

Mit „God Told Me To“ fügt der 40-Jährige nun den nächsten Solo-Output seinem Werk hinzu, bevor es an die Studioaufnahmen mit Rob Zombie geht. Die zehn Songs sind rein instrumental gehalten und halb akustisch, halb elektrisch. Das bedeutet, dass John 5 auch die Gesangsspuren in der Coverversion von Michael Jacksons „Beat it“ mit der Gitarre nachspielt. Das ist die hohe Schule, ergibt aber auch ein echter Muckeralbum vor dem Herrn, auf das John 5 total steil geht: „Ich bin sehr stolz auf dieses Album, da ich mehr Zeit in diesen Release investiert habe als in irgend einen anderen!“

Deshalb gibt es obendrauf auch noch eine Bonus-DVD, die John 5 bei den Aufnahmen zu den Songs im Studio zeigt, Eindrücke vom Leben auf Tour wiedergibt sowie „Behind The Scenes“-Material auffährt, das den Zuseher einen Tag im Leben des John 5 mit begleiten lässt. Damit werden nicht nur die Fans von John 5 glücklich gemacht, sondern auch Herrscharen von Gitarrenschülern, die den Fingerübungen des Herrn Lowery in zehnfacher Ausfertigung lauschen können.

Keine Frage, John 5 kann an der Gitarre im Prinzip alles. Er beherrscht die leisen und langsamen Töne („The lie you live“) ebenso wie folkloristische Ausflüge („Noche Acosador“) und fiesen Metal-Kram („The lust killer“). Und dass er sich bei High-Speed-Übungen wie in „The Hill of the seven jackals” keinen Knoten in die Finger zwirbelt, gehört ebenso respektiert. Doch am Ende ist es nun mal so wie immer: Soloalben von Gitarristen und Schlagzeugern sind ganz heftige Ego-Geschosse, die nur von Hardcore-Fans und Musikschülern geliebt werden.

Anspieltipps:

  • Beat it
  • Killafornia
  • Noche Acosador
  • The lie you live

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