KRIS - Immer Wenn Ich Das Hier Hör - Cover
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KRIS Immer Wenn Ich Das Hier Hör


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 40 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Erstes Solowerk des Revolverheld-Gitarristen Kristoffer Hünecke: Ein luftig-leichtes und angenehm unaufdringliches Sommeralbum.

Nach drei erfolgreichen Studioalben mit der Gruppe Revolverheld zwischen 2005 und 2010 nutzt Gitarrist Kristoffer Hünecke (34) die für das Jahr 2012 scheinbar dringend notwendige Bandpause, um sein erstes Soloalbum „Immer wenn ich das hier hör“ an den Mann und die Frau zu bringen. Dabei schlüpft KRIS, wie er sich als Solokünstler nennt, in die Rolle des Frontmanns und die eines eigenständigen Songschreibers, der sich außerhalb eines mehr oder weniger starren Bandkorsetts ausprobieren und verwirklichen will.

Das Positive an Hüneckes Soloausflug ist, dass er auf seinem Album zum einen tatsächlich einen anderen musikalischen Ansatz als Revolverheld verfolgt und zum anderen nicht den egozentrischen Gitarristen gibt, der an seinem Instrument all das vorführen muss, was er im Bandgefüge nicht zeigen kann. KRIS stellte beim Schreiben der Songs vielmehr das Thema Rhythmik in den Vordergrund („Immer wenn ich das hier hör“) und ließ sich von Beats lenken und leiten („Yeah!“), ohne sein angestammtes Instrument völlig aus den Augen zu verlieren („Meine Wohnung ist ein Klub“).

Zusammen mit dem von Revolverheld bekannten Händchen für eingängige Melodien („Geflasht“, „Soundtrack“) und dem Segen eines von Steve Miller höchstpersönlich freigegebenen Samples von „The joker“ für „Diese Tage“ besteht sogar die Chance auf mindestens einen kleinen Sommerhit. Und was dieser für das Portemonnaie und das Selbstwertgefühl eines Künstlers bedeuten würde, muss niemanden erklärt werden.

Mit seiner ganzen Erfahrung als Songschreiber hat Kristoffer Hünecke ein luftig-leichtes und angenehm unaufdringliches Sommeralbum aufgenommen, das sich ohne großes Getöse präsentiert und sich anscheinend nicht so wichtig nimmt. Das wirkt sympathisch und weit weniger verbissen als so mancher Revolverheld-Output.

Anspieltipps:

  • Yeah!
  • So laut
  • Soundtrack
  • Diese Tage

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