Admiral Fallow - Tree Bursts In Snow - Cover
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Admiral Fallow Tree Bursts In Snow


  • Label: Nettwerk/SOULFOOD
  • Laufzeit: 46 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Auf den Spuren der ganz Großen des vielschichtigen Indie-Pop landen Admiral Fallow im Ziel und sichern sich weit mehr als nur einen Achtungserfolg.

Das Gespann Admiral Fallow aus Glasgow dürfte seit seiner Gründung in 2007 und dem Debüt „Boots Met My Face“ (2010) einiges richtig gemacht haben. Denn was könnte es anderes bedeuten, wenn unter anderem Guy Garvey (Elbow) seine Freude an der Formation bereitwillig kundtut. In der Hauptbesetzung handelt es sich um ein Quintett, während bei Konzerten daraus oft ein größeres Kollektiv wird und dem ohnehin schon vielschichtigem Sound weitere Akzente aufdrückt. Man mag es sich kaum vorstellen, wie es dort reich an Melodien und euphorischer Wirkung zugeht, wenn schon die Konserve, in diesem Fall das Zweitwerk „Tree Bursts In Snow“, derart in Seele und Bewegungssinne dringt.

Mastermind Louis Abbott (Gesang, Gitarre), aus dessen Solo-Projekt Admiral Fallow wurden, prägt mit seiner Stimme den voluminös angereicherten, aber nie übermäßig theatralischen, Indie-Pop. Während „Old Fools“ tatsächlich an die großen Balladen von Elbow denken lässt, zaudert „The Paper Trench“ nicht lange und ist sich seiner Tragweite aus kerniger Beat-Musik sowie gestenreichem Power-Pop bewusst. Das kann er auch sein, denn mit den Großen wie Arcade Fire können die Schotten leicht mithalten. Es erstaunt nahezu schon, in welcher Form die Band bereits beim zweiten Album angelangt ist.

„Guest Of The Government“ geleitet einen schnurstracks in den Indie-Himmel, setzt das i-Tüpfelchen durch die ergänzenden Vocals von Sarah Hayes (Flöte, Piano, Akkordeon, Gesang) und sieht sich dem freudestrahlenden Handclap-Folk „Isn‘t This World Enough?“ gegenüber. Von diesem, einem zeitlosen Traditional ähnelnden, Stück geht es gleich über „Brother“ weiter zum nächsten gut gelaunten Sing-a-long, der jedoch auch musikalisch nachhaltig konkret wird. Ausgeklügelt liefert die gesamte Rhythmus-Fraktion das Fundament, während die Gitarren nahezu jeden möglichen Akzent des Instruments zum Klingen bringen und die Flöten-/Piano-Kombination von „The Way You Were Raised“ den nächsten Zug direkt ins Herz nimmt. Heimelig geht es auf „Tree Bursts In Snow“ zu, in sommerlicher Leichtigkeit, und doch viel länger als nur diese eine Jahreszeit überdauernd.

Anspieltipps:

  • Guest Of The Government
  • Beetle In The Box
  • The Way You Were Raised
  • Burn

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