JD McPherson - Signs & Signifiers - Cover
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JD McPherson Signs & Signifiers


  • Label: Hi-Style Records
  • Laufzeit: 35 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine Gesichtsstunde für Liebhaber des klassischen Rock'n'Rolls.

JD McPherson ist ein Name, den man sich notieren sollte, wenn man klassischen Rock'n'Roll mag. Auch wenn der Fan von Rockabilly, Hillbilly und Old Time in seiner Heimat Amerika schon seit einem Jahr mit seinem Debüt „Signs & Signifiers“ bekannt ist. Jetzt hat sich Universal bereit erklärt uns an dieser Zeitreise teilhaben zu lassen. Zwar war es McPhersons Intention den Hörer nicht einfach in die Vergangenheit zu versetzen, doch im Gegensatz zu Dick Brave und The Baseballs wird hier kein Pop konserviert. JD bringt eigene Stücke hervor, die Anleihen aus der Neuzeit gekonnt hinter dem Vorhang der 60er verstecken.

Piano-Loops aus „Enter The Wu-Tang“ und Tamburin-Beats aus Klassikern der 60er sind nur Anleihen um völlig neue Songs ins Leben zu rufen. Außer Fachmännern werden nur wenige Hörer darauf kommen ein Stück modernen Rock'n'Roll zu hören. Allein die hervorragende Klangqualität hebt das Album von den großen Vorbildern aus den 60ern für ungeübte Ohren hervor. Im Gegensatz zu Rockabilly-Queen Imelda May versucht sich McPherson jedoch auch an anderen Stilrichtungen.

Weniger auf große Singles, als auf ein stimmiges Gesamtbild setzend, verwöhnt der Musiker den Hörer mit knackig kurzen Nummern. Im Stile der alten Rockmusik wird nicht lange um den heißen Brei gespielt, sondern Botschaft mitsamt Melodie in zwei- bis dreiminütige Pakete verpackt. Die Ergebnisse reichen von Country („Country Boy“) bis Rock'n'Roll („North Side Gal“). Balladen („A Gentle Awakening“) sind genauso vorhanden, wie die Vorreiter der Surfer-Gitarren („Dimes For Nickels“).

Das immer wieder frische Bedürfnis von Song zu Song diverse Körperteile zu den Rhythmen zu bewegen, spricht als Qualitätsmerkmal für sich. JD McPherson hat es mit seinem Debüt geschafft, den Rock der 60er auf charmante und authentische Art zu reanimieren. Im Gegensatz zu den Ansprüchen das Genre voranzutreiben, ist das Album einfach nur ein Kniefall vor der Hochzeit der 60er. Die tatsächliche Entwicklung der damaligen Musik hören wir heute im Radio und im Vergleich dazu ist „Signs & Signifiers“ ein Museumsstück, welches man sich allerdings gerne wiederholt anhört.

Anspieltipps:

  • Country Boy
  • Your Love (All That I'm Missing)
  • North Side Gal

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