Naam - The Ballad Of The Starchild - Cover
Große Ansicht

Naam The Ballad Of The Starchild


  • Label: Tee Pee Records
  • Laufzeit: 27 Minuten
Artikel teilen:
4/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Manchmal lohnt es nicht, nach mehr Tiefe zu suchen. Das Potenzial ist einfach nicht da.

Es ist wahrscheinlich unfair von einer Band zu verlangen mit der Zeit zu gehen, wenn sie selbst der großen Zeit Black Sabbaths hinterher trauern. Naam sind nicht nur eine Erinnerung an den psychedelischen Doom der 70er. Diese Männer sind wie durch die Zeit gereist bis auf den Punkt authentisch und verschließen sich vor der Moderne wie Eltern vor dem Erwachsenwerden ihrer Kinder. Mit dieser Prämisse im Hinterkopf findet man den verstaubten Rock vielleicht mit einer Art Nostalgie vor, die 27 ereignislose Minuten ins gute Mittelmaß hebt.

Wie ein passiv aggressiver Tonschwall trieft es eine knappe halbe Stunde aus den Boxen und es ist nie wirklich klar, was die Musik bei uns erreichen will. Spätestens das 11minütige „The Starchild“, welches den Hörer vergebens darauf hoffen lässt, dass die recht monotone Klangsphäre zu durchbrechen versucht wird, macht die durchschnittliche Erfahrung des Albums perfekt. Kein Thema, keine denkwürdigen Momente bleiben zurück und so ist die Ballade des Sternenkindes keine Hymne, die selbst geneigten Retro-Hörern lange im Ohr bleiben wird.

„The Ballad Of The Starchild“ ist ein handwerklich authentisches, aber zu keiner Zeit mitreißendes Werk. Es ist als wolle man für eine uninteressante Antiquität werben, die einfach nur langweilig aussieht. Es hilft kein Drehen und Wenden, um sich darüber klar zu werden, dass Naam auf ihrer EP einfach nicht festen Grund unter die Füßen bekommen. Ihr psychedelischer Doom-Rock flattert durch das Nirvana ohne Fixpunkte zu liefern, an die sich berauschte Massen klammern könnten, die dann doch lieber Ozzy Osbourne die Treue schwören.

Anspieltipps:

  • The Starchild

Neue Kritiken im Genre „Rock“
Diskutiere über „Naam“
comments powered by Disqus