Hierosonic - Consciousness. Fame. God. Money. Power - Cover
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Hierosonic Consciousness. Fame. God. Money. Power


  • Label: Neo/Sony Music
  • Laufzeit: 37 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine kurzweilige und jugendliche Mischung aus Sozialkritik, Rock und Power-Pop, die sich gewaschen hat.

Wer an Good Charlotte und Panic At The Disco denkt, wenn er die klaren Gesänge Hierosonics und deren Hang zu Synthie-Tönen hört, der tut den Neulingen aus Pennsylvania unrecht. Ihr Album mit dem etwas versteiften Titel „Consciousness.Fame.God.Money.Power.“ ist ein kraftvolles und kritisches Paket voller düsterer Texte, der die genannten Kollegen wie einen Kindergarten aussehen lässt.

Ob Zukunftsvisionen in „Slave Machine“, Okkultismus in „Baphomet“ oder Sozialkritik in „The Media Taught You That“ und „Paper Nation“: kein Song lässt die Augen trocken. Dabei klingen die Grundmelodien vielen wahrscheinlich zu melodisch und poppig. Hier trifft es der Ausdruck Power-Pop gänzlich. Ohne die knackigen Gitarrenwände und die wütenden Texte, wäre die Band wohl nur ein hübscher Melodielieferant von um die Ecke. Dank der Energie ihrer Riffs (bestes Beispiel: „The World Turned Upside Down“) und der fast schon verstörenden Mischung aus beschwingter Melodie und düsteren Texte („Dance To The War“) entsteht eine ganz eigene Kreation.

Die Lieder selbst haben keinen konzeptuellen Zusammenhang, sondern sind zehn kurze Ausflüge in eine verstörende Gedankenwelt, die es immer wieder schafft zu unterhalten. Wirkliche Tiefe hinter den Liedern lässt sich nicht ausmachen, sondern nur der treibende Moment, der den Hörer aber auch wiederkehren lässt. Hierosonic erschaffene eine Soundlandschaft, die sicher nicht für jedermann ist, dem durchschnittlichen Rockfan allerdings die dunkle Seite im Mainstream näher bringen kann. Ob diese Mischung sich allerdings wirklich durchsetzen kann, wird erst die Zeit zeigen.

Anspieltipps:

  • Slave Machine
  • Dance To The War
  • The World Turned Upside Down

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