Luca Hänni - My Name Is Luca - Cover
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Luca Hänni My Name Is Luca


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 41 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Der diesjährige DSDS-Gewinner veröffentlicht mit „My Name Is Luca“ sein Debütalbum und präsentiert eine Mischung aus eigenen Songs und Cover-Versionen aus den Motto-Shows.

In der neunten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ setzte sich der 17-jährige Schweizer Balladen-König Luca Hänni gegen Rockröhre und Quoten-Rüpelknabe Daniele Negroni durch. Als Deutschlands neuer Superstar wirft er nach nur wenigen Wochen mit „My Name Is Luca“ sein erstes Album auf den Markt und verzaubert damit vor allem kleine Mädchen und die deutschen Fans von Justin Bieber.

Die Single „Don't Think About Me“ erinnert unverkennbar an „Call My Name“, die erste Single des letzten DSDS-Siegers Pietro Lombardi. Der gleichzeitige Gewinner-Song, mit dem Luca Hänni das Finale für sich entschied, lässt bereits erkennen aus wessen Feder ein Großteil des Album stammt: Der sogenannte „Pop-Titan“ und DSDS-Juror Dieter Bohlen produzierte „My Name Is Luca“.

Das Album besteht sowohl aus eigenen neu-produzierten Songs und Cover-Versionen bekannter Chart-Hits, die Luca Hänni auch während der Motto-Shows und dem Finale auf der DSDS-Bühne performte. An den Coversongs gibt es in der Tat nur wenig auszusetzen, denn diese sind genau das was sie sein sollen: Coverversionen bekannter Pop-Songs.

Dabei dürfen Cover wie „Baby“ von Justin Bieber oder „Allein Allein“ von Polarkreis 18 ebenso wenig fehlen wie der Titel „The A Team“ von Ed Sheeran, mit dem sich Luca Hänni für die Motto-Shows von DSDS 2012 qualifizierte. Der Song „Use Somebody“ von The Kings Of Leon ist keineswegs als rauhe Rock-Nummer auf dem Album vertreten, sondern ebenfalls zu einem ruhigen Kuschelsong verkommen. Passend dazu reiht sich der traurige Herzschmerz-Song „Eiserner Steg“ des deutschen Singer-Songwriters Philipp Poisel ein. Der Titel „Do You Want To Know A Secret“ lässt beinahe vermuten, dass es sich sogar um einen Song der Beatles handelt, doch dem ist glücklicherweise nicht so. Warum es allerdings nicht für „My Name Is Luca“ von Suzanne Vega gereicht hat, weiß vermutlich nur Herr Bohlen persönlich. Eigene Produktionen wie „I Will Die For You“ oder „I Believe“ leben neben rausch-ähnlicher Disco-Euphorie vor allem von einem stampfenden Dance-Beat und belanglosen Texten.

Tatsächlich ist „My Name is Luca“ um einiges angenehmer als „Jackpot“ seines Vorgängers Pietro Lombardi. Obwohl es den eigenen Songs noch an einem gehörigen Feinschliff mangelt, sind die Coversongs auf eine ganz eigene Art von dem jungen Newcomer interpretiert worden. Ob aus Luca Hänni jetzt der deutsche Justin Bieber wird oder er sich in eine ganze Reihe vergessener DSDS-Gewinner einreihen darf, bleibt abzuwarten. Sein Debüt-Album ist, inklusive unverkennbarer „bohlen'scher“ Handschrift, letztendlich ein etwas zu sauber durchproduziertes, Pop-Album.

Anspieltipps:

  • The A Team
  • Baby
  • Eiserner Steg

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