Usher - Looking 4 Myself - Cover
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Usher Looking 4 Myself


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 71 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Usher serviert R&B-Balladen mit tanzbarer Popmusik und macht diesmal nichts falsch.

Vor zwei Jahren veröffentlichte R&B-Star Usher sein Album „Raymond Vs. Raymond“ und erntete durchwachsene Kritiken. Die CD kam in Deutschland nur auf Platz 47 der Albumcharts. Auch wenn seine Alben regelmäßig die US-Charts anführen, kann der erfolgsverwöhnte smarte Sänger damit nicht zufrieden sein wie es in Europa läuft.

Nun kommt also schon etwas Neues und die namhaften Produzenten standen Schlange, um zusammen mit Usher neue Songs zu produzieren. Will.i.am von den Black Eyed Peas, Diplo (M.I.A., Santigold), The Swedish House Mafia, Max Martin, The Neptunes und Luke Steele von Empire of the sun wollten mit R&B-König Usher im Studio stehen. Diesmal serviert Usher Terry Raymond IValias Usher seinen Fans einige R&B-Balladen sowie viel Dancepop und vergisst neben den vielen elektronischen Experimenten, die aber nie die Eingängigkeit vermissen lassen, seine R&B-Wurzeln im Gegensatz zum Vorgängeralbum nicht. Usher hat erkannt, dass mit R&B allein das Moderne und Abwechslungsreiche fehlt und so räumt er den potentiellen Charthits mit seiner hellen Stimme und vielen Effekten genügend Platz ein.

Die Balladen „Sins of my father“, „I Care For U“ und „Climax“ oder „Lessons For The Lover“ punkten mit Ushers heller Stimmfarbe und gefühlvoller Langsamkeit, wobei „Climax“ qualitativ sehr überzeugt. Die Zusammenarbeit mit „Empire of the Sun“ nennt sich „Looking 4 myself“ und man erkennt sofort den typischen entspannten Sound der Australier, die bekanntlich ebenfalls gern mit sehr heller Stimmfarbe arbeiten. „Twisted“ fällt ein wenig aus dem Rahmen, denn der minimalistische funkige Beat von Pharrell lässt einen nicht stillsitzen, ein innovatives Experiment, das gelingt. „Scream“ ist dagegen ein moderner eingängiger Popsong, der mit flotten Beats zwangsläufig in den Charts und auf der Tanzfläche landen wird.

Wenn man von der einfallslosen Dance-Pop-Attrappe „ Can t Stop Won‘t Stop“, die wieder Will.i.am verbrochen hat, absieht, unterhält Mister Raymond auf hohem Niveau und beeindruckt mit hochmodernen Beats und stimmlicher Höchstleistung. Neben vielen potentiellen Hits komponierten Usher und Gefolge auch einige durchschnittliche Nummern, aber „Scream“, „Numb“ oder „Climax“ heben zusammen mit anderen Tracks das Qualitätsniveau wieder in standesgemäße Höhen.

  • Climax
  • Looking 4 Myself
  • I care for U
  • Scream
  • Numb

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