Sky Architects - The Promise Of Tomorrow - Cover
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Sky Architects The Promise Of Tomorrow


  • Label: Voices Music & Entertainement
  • Laufzeit: 49 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Debütalbum, das hervorragend den Bogen zwischen rockig dynamisch und poppig eingängig spannt und trotzdem nicht viel Neues im Post-Rock bietet.

Aus dem ländlichen Dänemark, wo die Kühe gemütlich ihr Gras kauen und weit über die flachen Ebenen hinweg schauen, kommt plötzlich ein Debütalbum daher, das sich als Doom-Pop bezeichnet. Bei Doom-Pop könnte einer an singende Killer-Barbies denken, oder auch an düstere Pop-Rock Musik, wie z.B. von Khoma. Alles falsch, stellt sich schnell heraus, denn die Stilbezeichnung ist lediglich ein Versuch der oft über einen Kamm gescherten Landschaft namens Post-Rock zu entkommen. Vergebens. Post-Rock bleibt Post-Rock. Wer es mag, der mag es eben. Viele werden sich dadurch nicht in die Irre leiten lassen, aber vielleicht ist es ein Versuch wert die kategorischen Post-Rock-Ablehner zum Reinhören zu bewegen.

„The Promise Of Tomorrow“ ist ein Album, das zwar alle Post-Rock Klischees bedient, aber eben auch darüber hinausgeht. Zum einen tauchen Gesangspassagen auf, die im Zusammenhang mit der Musik stark an die Band ef und auch an Scraps Of Tape erinnern, zum anderen schafft es die Band mit elektronischen Einlagen teilweise völlig aus dem Post-Rock auszubrechen. „Breach These Walls“ ist solch eine Nummer, die zwischen Dubstep und Ambient anfängt, bevor sie später von Gitarrenwänden überspült wird. Diese Sorte von Stücken hätte ruhig öfter vorkommen dürfen. Es zeigt aber das Interesse der Dänen nach unterschiedlichen musikalischen Lösungen zu suchen und sich nicht einzugrenzen. Für die zukünftige Entwicklung der Band kann das nur von Vorteil sein. Der Titel des Albums verspricht ja bereits die Zukunft.

Sky Architects haben lange an ihrem ersten vollständigen Werk gearbeitet und das ist ganz klar zu hören. Genauestens durchdacht und mit viel Liebe zum Detail wurden viele Kleinigkeiten ergänzt und an einigen Ecken lange gefeilt. Hierdurch ist ihnen eine sehr gelungene Symbiose aus harten Riffs, verträumten Gitarrenwänden und vielen Melodien, die sehr schnell ins Ohr gehen, gelungen. Das Album schafft es hervorragend den Bogen zwischen rockig dynamisch und poppig eingängig zu spannen. Trotzdem fällt es schwer das Album endgültig einzuordnen und zu beurteilen, denn trotz der genannten Attribute präsentiert es nicht wirklich viel Neues. Die Band drängt sich in eine Nische, die bereits ganz gut gefüllt ist. Richtungsweisend wird daher erst das nächste Werk sein, für das sich das Quartett wohl kaum sechs Jahre Zeit lassen kann. Auf diesem könnten sie dann mehr von diesen Elektronikelementen einfließen lassen.

Anspieltipps:

  • Breach These Walls
  • The Dark Wave
  • We Will Never Forget This

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