Millencolin - The Melancholy Connection - Cover
Große Ansicht

Millencolin The Melancholy Connection


  • Label: Epitaph/INDIGO
  • Laufzeit: 40 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Die schwedischen Punkrocker veröffentlichen pünktlich zum 20-jährigen Band-Jubiläum eine Sammlung mit B-Seiten und jeder Menge Bonusmaterial aus den letzten Jahren.

Dieses Jahr feiern die schwedischen Skate-Punk Helden Millencolin Nikola Sarcevic (Gesang und Bass), Erik Ohlsson (Gitarre), Mathias Färm (Gitarre) und Fredrik Larzon (Schlagzeug) ihr 20-jähriges Band-Jubiläum und veröffentlichen passend dazu eine neue Sammlung mit B-Seiten. Neben unveröffentlichten Tracks und B-Seiten gibt es auf „The Melancholy Connection“ zwei komplett neue Songs und eine DVD mit jeder Menge Videomaterial.

Irgendwo zwischen Pop-Punk und Punkrock bahnen sich die vier Schweden seit Jahren ihren Weg durch die Musiklandschaft und werden dabei weder alt noch müde, aber dennoch erwachsen. Während der musikalische Stil der Band zu Anfangszeiten sehr von klassischen Punk- und Ska-Songs geprägt war, klingen Milllencolin seit „Pennybridge Pioneers“ sehr viel harmonischer und melodischer. Die neuen Songs „Carry You“ und „The Downhill Walk“ knüpfen passend dazu an ihr letztes Album „Machine 15“ an: Schnelle, energiegeladene Strophen und melodische Refrains im Melodycore-Stil.

Die letzte Sammlung von B-Seiten liegt bereits einige Jahre zurück: 1999 veröffentlichten die Schweden erstmals mit „The Melancholy Collection“ ein Album mit bis dato unveröffentlichten Tracks. Das neue Album „The Melancholy Collection“ besteht aus B-Seiten und unveröffentlichten Songs seit ihrem Album „Pennybridge Pioneers“. 2000 feierten Millencolin mit selbigem Album weltweite Erfolge, waren mit ihrem Song „No Cigar“ auf dem Soundtrack des Videospiels „Tony Hawk's Pro Skater 2“ vertreten und gingen 2011 sogar auf eine „Pennybrige Pioneers-10th Anniversary“-Tour. Auf „Pennybridge Pioneers“ folgten die Alben „Home From Home“ (2002), „Kingwood“ (2005) und „Machine 15“ (2008). Somit lagen für „The Melancholy Connection“ ganze zwölf Jahre und Bonus-Materialien der Produktion von vier Alben vor.

Nüchtern betrachtet ist „The Melancholy Connection“ für Fans von Millencolin leider ein etwas fader Trost für vier Jahre Wartezeit seit ihrem letzten Album „Machine 15“. Einige der B-Seiten, wie „E20-Norr“ oder „Ratboys Masterplan“ sind durchaus bekannte Tracks, die bereits im Vorfeld von der Band bereitgestellt wurden und nicht nur als unauffällige Staubfänger auf Singles dienten. Laut dem Gitarristen Erik Ohlsson stehe ein neues Album jedoch schon in den Startlöchern und so wird es vermutlich bis zu einem neuen Studioalbum nicht mehr allzu lange dauern. Zusammengefasst, sind die Songs und Videoaufnahmen auf „The Melancholy Connection“ jedoch ganz im Stile der Skate-Punker, machen Spaß und klingen wie ein Potpourri der letzten Jahre seit „The Melancholy Collection“. Wem das nicht reicht, steht zudem eine Bonus-DVD mit 90 Minuten Bonusmaterial zur Verfügung, das die Band unter anderem zusammen mit Bad-Religion- und Epitaph-Gründer Brett Gurewitz im Studio zeigt.

Anspieltipps:

  • Carry You
  • E20-Norr
  • The Downhill Walk

Neue Kritiken im Genre „Punkrock“
Diskutiere über „Millencolin“
comments powered by Disqus