Newton Faulkner - Write It On Your Skin - Cover
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Newton Faulkner Write It On Your Skin


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 36 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
7.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Sanft treibende Emotionen, die nicht in die Jack-Johnson-Schublade gehören.

Der rastagelockte rothaarige Brite Newton Faulkner, ausgezeichneter Gitarrist und Sänger, darf nun schon Album Nummer drei vorstellen: Auch diesmal arbeitete Faulkner nicht allein, sondern hauptsächlich mit den Songwritern Sam Farar (Phantom Planet), Faulkners Bruder Toby und dem Produzentenduo Nexus. Aufgenommen wurden die zehn neuen Songs in Los Angeles und in Faulkners neuem Londoner Studio. Wie sonst auch spielt Faulkner sehr viele Instrumente selbst ein, ein echter Vollblutmusiker, der sich nicht nur auf das virtuose Gitarrenspiel beschränkt

Zu Beginn serviert er mit „Pulling Teeth“ und auch „Soon“ zwei sommerlich eingängige Folk-Pop-Perlen, die mit Ihrer Leichtigkeit das Radio und den Hörer gleichermaßen erfreuen. Seinem Folk-Pop fügt Faulkner neue Facetten zu, indem er bei „Brick by Brick“ sogar leichte HipHop-Beats einweben lässt, doch das bleibt die Ausnahme. Newton Faulkner schwelgt in der BritPopmusik und serviert nicht nur Gitarrenballaden wie „Pick up your broken heart“ oder „Against the grain“ mit einer guten Qualität, dass man versteht, warum der Musiker bisher so erfolgreich war. Das Komponieren von unverschämt eingängigen Pophymnen und emotionalen Balladen, die mit Liebe zum musikalischen Detail aufwarten, scheint das Talent des 27-Jährigen zu sein. „Clouds“ setzt noch einen drauf und präsentiert einen perfekten Folk-Pop-Hit mit treibenden Elementen und nicht wegzudiskutierenden Hitfaktor.

Wie der Brite bei „Longshot“ erst gekonnt seine stimmlichen Fähigkeiten ausbreitet und ohne großen musikalischen Firlefanz den Song nur durch seine Stimme antreibt, ist beeindruckend. Warum aber im zweiten Teil der Platte das Tempo so herausgenommen wird, verstehe wer will, denn „In the morning“ klingt sehr schleppend und langweilt schnell. So wird es sehr sentimental, statt sommerlicher Gute Laune versinkt man in Melancholie. Die Vergleichsschublade mit Jack Johnson passt also wieder nicht, denn Newton Faulkner besitzt seinen eigenen Stil, der sanft die Emotionen treiben lässt, sich dabei aber von der ausufernden Melancholie und einigen schwächeren Tracks die Gesamtleistung schmälern lässt.

Anspieltipps:

  • Pulling Teeth
  • Soon
  • Brick by Brick
  • Clouds

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