Everclear - Invisible Stars - Cover
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Everclear Invisible Stars


  • Label: Entertainment One
  • Laufzeit: 37 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
6.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Die 90er Jahre Alternative-Rockband Everclear ist zurück und versucht mit ihrem achten Studioalbum an die früheren Erfolge anzuknüpfen.

Während der 90er Jahre sorgten Art Alexakis und seine Band Everclear für massenweise Radio-Hits in den USA, bis sie zehn Jahre später von der Bildfläche verschwanden. Sechs Jahre nach ihrem letzten Studio-Album ist die Band zurück und präsentiert mit „Invisible Stars“ Album, dass überzeugend an ihre Erfolge der 90er anzuknüpfen versucht. Einige Bonuspunkte sammelt dieses Album deswegen wohl vor allem aufgrund der nostalgischen und sentimentalen Gefühle und Gedanken, die Everclear beim Hörer auslösen. In den 90er Jahren war die Band um Gründungsmitglied und Frontman Art Alexakis kaum aus der alternativen Rockszene Amerikas wegzudenken.

Während in den USA ihre Songs „Santa Monica“ oder „Wonderful“ damals für kommerziellen Erfolg sorgten, kam die Band in Deutschland nur bei wohl informierten Musikfans an. Das könnte sich jetzt ändern, denn „Invisible Stars“ ist ein wirklich schönes Beispiel für ein klassisches Alternartive-Rock-Album. Dominante Gitarren, ein bisschen Synthie-Sound, eine Pop-Punk-Stimme und Texte über das gesellschaftliche Geschehen, soziale Probleme und natürlich komplizierte Beziehungen. In dem Song „Aces“ singen sie selbst „We can make a goog living out of broken lives and empty hearts“. Es gibt nur wenig an dem Album auszusetzen, denn der „rote Faden“ zieht sich verlässlich durch die gesamte Tracklist.

Es ist das achte Studioalbum der Jungs aus Portland und gleichzeitig das erste ausschließlich neue Material seit „Welcome to the Drama Club“ (2006). Selbiges Album hob sich deutlich von den Vorgänger-Alben ab, sorgte jedoch auch dafür, dass die Band mit ihrer Musik weniger Erfolg hatte. Everclear wollten die 90er hinter sich lassen, was sich als schlechte Idee herausstellte. Zudem folgten seit „Slow Motion Daydream“ (2003) musikalisch kaum noch positive Überraschungen. Die Band klang abgegriffen, charakterlos und man hörte die Notwendigkeit einer Schaffenspause heraus. Nach den Erfolgen der 90er Jahre, war von Everclear somit nicht mehr viel zu hören, bis auf etwas lieblose Zusammenstellung von älterem Material wie auf „The Vegas Years“ (2008), „In A Different Light“ (2009) oder einem Best of-Album.

Es wäre wohl niemandem aufgefallen, wenn „Invisible Stars“ bereits in einem Sommer Mitte der 90er erschienen wäre. Viele der Songs, wie „Falling In A Good Way“ versprühen diesen Hauch von Nostalgie, erinnern an die Zeiten als Everclear noch auf den Soundtracks zu diversen amerikanischen Highschool-Komödien wie „Loser – Auch Verlierer haben Glück“ gemeinsam mit The Offspring und Wheatus vertreten waren. Diesem Stil bleiben die Jungs auf „Invisible Stars“ treu oder vielmehr kehren sie dorthin zurück.

Anspieltipps:

  • Jackie Robinson
  • Falling In A Good Way
  • Be Careful What You Ask For

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