B.o.B - Strange Clouds - Cover
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B.o.B Strange Clouds


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 64 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

B.o.B dreht noch etwas stärker an der Schraube und verwandelt damit HipHop in Pop.

Mit dem US-Nummer-Eins-Album „B.o.B Presents The Adventures Of Bobby Ray“ (08/2010), aus dem insgesamt fünf Singles ausgekoppelt wurden, katapultierte sich der Rapper Bobby Ray Simmons Jr. quasi aus dem Nichts auf einen Topstar-Status. Doch schaut man sich die Gästeliste des Albums an, wird klar, dass hier niemand von jetzt auf gleich an den Start ging. Anders sind Features mit Eminem, Rivers Cuomo (Weezer), T.I., Bruno Mars, Lupe Fiasco oder auch Hayley Williams (Paramore) nicht zu erklären. Tatsächlich bastelt B.o.B bereits seit 2006 an seiner Karriere, die mit den üblichen Mixtape-Veröffentlichungen begann, aber relativ schnell im Hafen von T.I.s Label Grand Hustle, im Vertrieb des Warner Sublabels Atlantic Records, landete.

Dieser Majordeal zahlte sich für beide Seiten aus. „B.o.B Presents The Adventures Of Bobby Ray“ verkaufte sich weltweit im sechsstelligen Bereich, es regnete ein halbes Dutzend Grammy-Nominierungen und für B.o.Bs zweites Album konnte die Gästeliste u.a. mit Ryan Tedder (OneRepublic), Nicki Minaj, Chris Brown, Lil Wayne und Taylor Swift noch exklusiver gestaltet werden.

„Strange Clouds“ bietet 15 Songs, zehn Feature-Gäste und beginnt mit „Bombs away“ scheinbar wie ein ganz „normales“ HipHop-Album. Doch schon der erste Refrain zeigt, dass B.o.Bs Musik poppiger denn je geworden ist und sich zu einem Markenzeichen des Rappers entwickelt hat. So fallen die verwendeten Beat-Gerüste im weiteren Verlauf in der Regel zwar „unverdächtig“ aus, doch niemand traut sich so sehr mit Genres, Styles und Melodien zu spielen wie B.o.B. Dadurch stehen Tracks mit Taylor Swift (zarte Mädchenstimme, Akustikgitarre) und Lil Wayne (verzerrte Stimme, nicht jugendfreie Lyrics) nebeneinander, als wäre es das Natürlichste auf der Welt – und es funktioniert!

Für HipHop/Rap-Puristen wird B.o.B damit noch mehr zu einem roten Tuch. Dennoch muss dem 24-Jährigen attestiert werden, dass die Mischung aus gnadenlos eingängigen Melodien („Arena“), fetten Beats („Out of my mind“) und Popsongs, denen einfach ein paar dickere Beats spendiert werden („Never let you go“), über weite Strecken aufgeht. Damit darf „Strange Clouds“ den Stempel der oft zitierten Partytauglichkeit tragen und das Publikum in zwei Lager spalten. Es sei denn, man sieht das alles nicht so eng!

Anspieltipps:

  • So good
  • Chandelier
  • Both of us
  • Strange clouds
  • Never let you go

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