Tom Jones - Spirit In The Room - Cover
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Tom Jones Spirit In The Room


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 38 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Tiger wandelt in der Spätphase seiner Karriere auf den Spuren von Johnny Cashs „American Recordings“-Reihe.

Die Marke von drei Dutzend Studioalben hat „Tiger“ Tom Jones (71) inzwischen hinter sich gelassen. Doch anstatt sich aufs Altenteil zurückzuziehen, produziert der Waliser munter weiter neue Platten. Mit „Spirit In The Room“ bringt der bald 72-Jährige nunmehr Longplayer Nummer 40 an den Start, auf dem Jones zusammen mit Produzent Ethan Johns (u.a. Ryan Adams, Kings Of Leon, Razorlight, Ben Kweller) zehn Songs, die überwiegend aus fremden Federn stammen, neu interpretiert hat. Diese Systematik kennt der Hörer inzwischen zur Genüge von Tom Jones, der mit „Spirit In The Room“ im Prinzip die direkte Fortführung seines 2010er Gospelalbums „Praise & Blame“ abliefert und darauf in die atmosphärischen Fußstapfen von Johnny Cashs „American Recordings“-Reihe zu treten versucht.

Mit dieser Art von spiritueller Musik in Folk-, Blues- und Gospel-Gewändern erreicht Sir Thomas Jones eine neue Tiefe in seinem Schaffen, das bis dato an schlagerartigen Songs wie „It’s not unusual“, „What‘s new, pussycat?“, „Green, green grass of Home“ oder auch „Delilah“ festgemacht wurde. Doch mit Stücken von u.a. Leonard Cohen, Tom Waits, Paul Simon, Paul McCartney und Joe Henry gelingt dem Sänger etwas, was sich das Publikum unter einem würdevollen Alterswerk vorstellen darf.

Mit schweren Pianotupfern („Tower of song“), Wurlitzer Orgel („Love and blessings”), orientalischen Einsprengseln („Bad as me”), vielen bis auf die Knochen abgespeckten Akustiksongs („Dimming of the day”) und scheinbar angegriffener Stimme („I want to come home“) offenbart Tom Jones ein äußerst stimmiges Album, das zwar nicht die Gänsehautatmosphäre des Johnny-Cash-Spätwerks erreicht, sich aber auf einem guten Weg befindet und aufzeigt, wie Tom Jones den Abend seiner Karriere geschmack- und anspruchsvoll gestalten kann.

Anspieltipps:

  • Soul of a man
  • Charlie Darwin
  • Travelling shoes
  • Dimming oft he day
  • I want to come home

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