The Enemy - Streets In The Sky - Cover
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The Enemy Streets In The Sky


  • Label: Cooking Vinyl/INDIGO
  • Laufzeit: 41 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

The Enemy haben einen deutlich rockigeren Gitarrensound für sich entdeckt und leben diesen auf ihrem dritten Album nach Herzenslust aus.

Andy Hopkins (Bass), Liam Watts (Drums) und Tom Clarke (Gesang, Gitarre) gründeten die Band The Enemy im Jahr 2006 in ihrer Heimatstadt Converty in den West Midlands von England. Schon bald wurde das Trio als „Next big Thing“ von der englischen Revolverpresse geadelt und tatsächlich landete ihr Debütalbum „We'll Live And Die In These Towns“ (07/2007) auf dem ersten Platz der britischen Charts. Das zwei Jahre später veröffentlichte „Music For The People“ (04/2009) erreichte immerhin noch den zweiten Platz der UK-Charts, wobei die ausgekoppelten Singles nicht mehr für eine vergleichbare Furore wie im Umfeld des Debüts sorgten.

Nun sind weitere drei Jahre vergangen und The Enemy treten mit ihrem dritten Album „Streets In The Sky“ an, das die Band nicht mehr über den Major Warner Bros. auf den Markt bringt, sondern ein paar Klassen tiefer über Cooking Vinyl. Nichtsdestotrotz ebenfalls eine feine Adresse, mit Labelkollegen wie The Cult, Counting Crows, Marilyn Manson oder auch The Cranberries, die allesamt etwas gemeinsam haben: Sie waren frühen ebenfalls bei einem der vier Majors unter Vertrag.

The Enemy eröffnen ihr „Comeback“ herrlich rasant mit dem temporeichen Rocker „Gimme the sign“ und befolgen damit eine alte Regel in der Rockmusik, die besagt, dass bereits mit dem Opener ein amtlicher Pflock in die Erde gerammt werden muss. Und weil die Briten ihr Handwerk verstehen, belassen sie den Fuß auf dem Gaspedal und legen mit „Bigger cages (longer chains)“ nicht minder temporeich nach.

Schon jetzt ist klar, dass The Enemy einen deutlich rockigeren Gitarrensound für sich entdeckt haben und diesen nach Herzenslust ausleben. Und das ist auch gut so. Denn mit dieser punkrockartigen Attitüde macht „Streets In The Sky“ so richtig Spaß und reißt den Hörer vom ersten Moment an mit einer Euphoriewelle wie nach einem in der letzten Minute gewonnenen Fußballspiel mit. Das ist eine Kunst, die nicht viele Rockbands a.) in dieser Perfektion beherrschen und b.) über die gesamte Spieldauer eines Albums durchzuhalten imstande sind.

Anspieltipps:

  • 1-2-3-4
  • Saturday
  • This is real
  • Like a dancer
  • Gimme the sign

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