The Heart Of Horror - Into My Own - Cover
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The Heart Of Horror Into My Own


  • Label: Unter Schafen/ALIVE
  • Laufzeit: 38 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit ganz viel Gefühl erinnern die deutschen Nachwuchsmusiker an internationale Spitzenbands des Genres.

Manche Projekte müssen sich erst entwickeln. Ganz egal, ob es von vornherein geplant ist oder sich als nötiger Prozess herausstellt. Am Ende entwickelt sich jede Band (hoffentlich) weiter, aber nicht immer sind diese Wechsel stilübergreifend. Im Fall des Singer/Songwriter-Projekts The Heart Of Horror musste erst der Mut zu einer Pop/Rock-Formation entspringen, die an Death Cab For Cutie und die ruhigen Momente von Jimmy Eat World erinnern.

Mathias Reetz startet 2006 mit einer unplugged EP, endet dann jedoch in einem Debüt drei Jahre später, welches allen Ansprüchen der modernen Pop-Musik gerecht wird. Zusammen mit Tom Ebert (Schlagzeug), Florian Leise (Bass) und Patrick Heidt (Gitarre) findet Reetz ungeahnten Anklang bei Kritikern, Fans und Mitmusikern, die sie ins Vorprogramm bestellen. Die Berechtigung für all dieses Lob soll auf „Into My Own“ fortgesetzt werden.

Tatsache ist, dass die vier Jungs nach dem Stolperstart in Form der Lo-Fi-Nummer „Oh My Love“ ihr Gespür vor Pop-Rock-Balladen verbessert haben. Im Stile der Death Cabs zu ihren besten Zeiten vereinen die Jungs in „Going Nowhere“ Intensität mit Intimität. Obwohl der Track in seiner Grundstimmung und dem Tempo langsam vorantreibt, packt die Melodie den Hörer und verzaubert ihn mit seiner romantischen Ader im Chorus. Romantiker und emotional gelenkte Menschen, sucht nicht weiter!

Irgendwie bekommen sie es dann auch noch hin neben einer weiteren Hand voll solcher Hymnen beschwingte Indie-Rocker auf die Platte zu zaubern, welche die sehr gefühlvolle Stimmung immer wieder auflockern. „Bochum West“ ist dafür Vorzeigeprodukt mit seinem verspielten mehrstimmigen Gesang. Manchen mag es aufstoßen, dass nur zwei Tracks in dieser Form das Tempo heben, aber gleichzeitig erfreuen sich die Freunde von Balladen umso mehr. Bis auf das selbst für Ansprüche solcher Musik platte „To The Sky“ erfreut man sich einer ausgeglichenen Mischung, die ein hohes Maß an Gefühl verspricht und für den einen oder anderen Regenbogenmoment sorgt.

Anspieltipps:

  • Going Nowhere
  • Bochum West
  • Divided

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