Medi - You Got Me (Moving) - Cover
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Medi You Got Me (Moving)


  • Label: Dramatico/Rough Trade
  • Laufzeit: 43 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Solodebüt des Frauenschwarms aus Frankreich, das klingt, als hätte der junge Lenny Kravitz ein wenig nachgeholfen.

Das englische Dramatico Label präsentiert in Partnerschaft mit dem französischen Label Atmosphériques rund 15 Monate nach der Veröffentlichung in Frankreich nun auch hierzulande das Solodebütalbum „You Got Me (Moving)“ des im französischen Marseille aufgewachsenen Multiinstrumentalisten Mehdi Parisot, genannt Medi.

Medi ist schon eine ganze Weile im Musik-Biz aktiv. Er spielte zum Beispiel in der Band von Kollege Charlie Winston Drums und begleitete u.a. KT Tunstall, Duffy und Supergrass als Support Act auf deren Tourneen. Sein erstes eigenes Album nahm der Franzose zusammen mit Produzent Tony Berg (Beck, Van Morrison, Bruce Hornsby, Michael Penn, Aimee Mann) in Los Angeles auf und konnte damit in seiner Heimat einen kleinen Achtungserfolg feiern.

Medi singt allerdings weder auf Französisch, noch wandelt er auf Chanson-Pfaden. Seine Songs bewegen sich überwiegend in einem urbanen Easy-Listening-Sound im Stile des jungen Lenny Kravitz („How would you do it“, „Sooner or later“, „Like a runaway”, „You take the weight”), wenn dieser nicht den Rock’n’Roller heraushängen lies. Dabei kommen Instrumente wie die gute alte Hammond Orgel, Saxophone, Fender Rhodes, Upright Piano oder auch Vox Continental Keyboards zum Einsatz und sorgen für einen warmen Analog-Klang.

Nichtsdestotrotz ist die Produktion dicht und satt und damit absolut auf der Höhe der Zeit, sprich radiotauglich. Fehlen nur noch die passenden Songs. Doch diesbezüglich tut sich Medi ein wenig schwer, einen nachhaltigen Eindruck zu erzielen. Handwerklich ist „You Got Me (Moving)“ zwar über jeden Zweifel erhaben, doch gerade im Mittelteil des Albums übertreibt es der Franzose als Crooner mit Soulstimme und verwässert damit den ansonsten guten Eindruck von einem Debütalbum, das Potenzial besitzt, aber einen herausstechenden Hit durchaus gut hätte gebrauchen könnte.

Anspieltipps:

  • Gone too far
  • Say the word
  • A well know refrain
  • The woman I used to love
  • No right way to say goodbye

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