Paul McCartney - RAM (Deluxe Edition) - Cover
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Paul McCartney RAM (Deluxe Edition)


  • Label: Concord/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 76 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Nachschub aus der Re-Issue-Reihe von Onkel Paul: Diesmal Soloalbum Nummer zwei.

Die Re-Issue-Reihe aus dem Hause Paul McCartney geht in die nächste Runde! Nachdem bereits das wegweisende Wings-Albums „Band On The Run“(12/1973) sowie die ersten beiden Solowerke „McCartney I“(04/1970) und „McCartney II“(05/1980) auf den Markt gebracht worden sind, ist nun das 1971 Werk „RAM“ an der Reihe. Wie schon die vorherigen Ausgaben, erscheint auch diese Wiederveröffentlichung in diversen Formaten, von denen die Super-Deluxe-Ausgabe mit vier CDs, einer DVD sowie einem 112-seitigem Buch das Herz aller Sammler am höchsten schlagen lassen dürfte. Doch wer hat schon so viel Geld (ca. 90 Euro), um sich regelmäßig solche Luxuskisten ins Regal zu stellen?

Neben einer nicht ganz so aufregenden Version mit lediglich einer CD, auf der sich das von A bis Z remasterte Album befindet, macht deshalb die sogenannte „Special Edition“ für den Otto-Normal-Plattenkäufer wohl am meisten Sinn. Denn hier kommt der geneigte Sammler neben einem schicken Digipack noch in den Genuss einer acht Songs umfassenden Bonus-CD (auch erhältlich als Doppelvinyl), auf der sich Raritäten, B-Seiten sowie die Hitsingle „Another day“ befinden.

Paul McCartney, der im Juni 70 Jahre alt wird, hat das „RAM“-Remastering in den Abbey Road Studios höchstpersönlich überwacht. Es war bei seiner Veröffentlichung im Mai 1971 das zweite Soloalbum des Ex-Beatles, für das McCartneys Ehefrau Linda als gleichberechtigte Interpretin geführt wurde. Die Basics des Albums wurden im Winter des Jahres 1970/71 in New York aufgenommen. Dabei griff McCartney auf die Hilfe von Studiomusikern sowie auf eine ausgefeiltere Produktion im Gegensatz zu „McCartney I“ zurück.

Auffällig ist, dass die Hälfte der Songs nicht einmal bzw. kaum über die 3-Minuten-Marke hinauskommt. Das hinterlässt beim Hörer einen skizzenhaften Eindruck, der auch bei den Musikkritikern der damaligen Zeit nicht gut ankam. Dass das Album in den USA und England trotzdem Platz eins der Charts erreichte, durfte deshalb eher dem Status McCartneys als Songwriter geschuldet sein.

Nichtsdestotrotz entspricht „RAM“ nicht dem Können, das Paul McCartney in seiner Zeit bei den Beatles unter Beweis gestellt hat bzw. lässt McCartney dies nur in wenigen Momenten aufblitzen. Dazu zählt der irrwitzige Jam „Rode all night“, in dem Paul McCartney mit seiner E-Gitarre fast neun Minuten lang wie ein Holzfäller auf Drogen durch eine Baumschule randaliert. So hört man den Ex-Beatle gewiss nicht alle Tage!

Anspieltipps:

  • 3 legs
  • Hey diddle
  • Smile away
  • Eat at home
  • Rode all night
  • Uncle Albert/Admiral Halsey

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