Medina - Forever - Cover
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Medina Forever


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 48 Minuten
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10 1 3/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Auge freut's, das Ohr leidet: Nackig machen für den internationalen Erfolg.

Womit zuletzt Danielle Oona, genannt Medina, Valbaks Landsfrau Aura Dione (27) auf ihrem Album „Before The Dinosaurs“ (11/2011) mächtig baden ging, versucht die 29jährige Dänin nun ebenfalls: Nackig machen für den globalen Erfolg – zu bewundern im Booklet zu Medinas zweitem internationalen Album „Forever“ sowie in den Videoclips zu den Singleauskopplungen.

Das (männliche) Auge freut es, das Ohr leidet dagegen unter Dance-Pop, der einfachsten Ansprüchen genügt und nur Mittel zum Zweck zu sein scheint. Denn lässt man die optische Komponente unter den Tisch fallen, bleibt nicht mehr als ein laues Lüftchen aus schwachen Melodien, einfallslosen Arrangements und Beats übrig. Warum um die Sängerin mit den chilenischen Wurzeln trotzdem ein mittelschwerer Hype entstanden ist, gehört deshalb zu den großen Rätseln der aktuellen Popmusik.

Popmusik sollte frisch klingen und innovativ sein. Und wenn nicht, sollte sie zumindest so konzipiert werden, dass sie mit vertrauten Basics punkten kann. „Forever“ kann von all diesen Anforderungen kaum etwas erfüllen. So gehen den Songs innovative Elemente komplett ab und um den Hörer zum Tanzen zu animieren, sind die Tracks in der Regel zu altbacken und hüftsteif. Um sich in Form von Hitsingles in das Gedächtnis zu fräsen, fehlt den Stücken die entscheidende Portion Eingängigkeit und mit den banalen Texten ist ebenfalls kein Start zu machen.

Was bleibt ist ein von vorne bis hinten belangloser Longplayer, dem auch mit Medinas optischer Vermarktungskraft im Verbund mit den finanziellen Mitteln eines Majorlabel jegliche Daseinsberechtigung abgesprochen werden muss.

Anspieltipps:

  • Scars
  • Home
  • Boring
  • Threesome

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