Maila - Ich Liebe Mich - Cover
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Maila Ich Liebe Mich


  • Label: G-Records/Rough Trade
  • Laufzeit: 52 Minuten
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3/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Freche Texte, frische Musik, cooles Image. All das gibt es hier NICHT zu bewundern!

Maila („Die kleine Prinzessin“) nennt sich die Band von Jessica Kutzscher (Gesang, Gitarre, Keyboard, Texte, Musik), die offen heraus zugibt, für die Umsetzung ihres musikalischen Traums die Bandmitglieder Nico Hanschick (Bass) und Benjamin Richter (Drums) gecastet zu haben. Nun ja, das kommt in den besten Musikerfamilien vor. Also Schwamm drüber. Man muss ja nicht alles unnötig romantisieren. Und es passt auch besser zu der Geschichte von der frechen und selbstbewussten Powerfrau aus dem Spreewald, die weiß was sie will und es gnadenlos durchzieht.

Mit „Ich liebe mich“ veröffentlicht das Trio nun nach 350 gespielten Konzerten u.a. im Vorprogramm von Nena, Christina Stürmer, Polarkreis 18, Jennifer Rostock und Revolverheld sein Debütalbum, für das Peter Hoffmann (Tokio Hotel, Falco, Jenniffer Kae, LaFee) den Titelsong als Produzent betreut hat. Damit hat der Pressewaschzettel seine Schuldigkeit getan und aus allen Rohren berühmte Namen in den Raum geworfen. Irgendwo zwischen diesen Acts, im Bereich des deutschsprachigen Pop-Rock-Segments versuchen sich Maila zu platzieren und fangen erst einmal ganz unten an, indem sie im Sommer 2012 über gefühlt jedes zweite deutsche Stadtfest tingeln und auf einer von einer Supermarktkette gesponserten Open-Air-Tour 25-Minuten-Gigs abreißen dürfen.

Aller Anfang ist schwer und manchmal kommt man als junge Band gar nicht erst über den Startschuss hinaus. Denn was können Maila ihrem anvisierten jungen Publikum auf „Ich liebe mich“ bieten? Freche Texte? Nicht wirklich. Frische Musik, die aufhorchen lässt? Auch nicht! Eine cooles Image, mit dem sich auf Zielgruppenfang gehen lässt? Fehlanzeige. Äh, ja und nun? Schließlich ist es doch so, dass Newcomer irgendein herausstechendes Merkmal benötigen, um in der unübersichtlichen Masse aus vielen Tausend Solokünstlern und Bands wahrgenommen zu werden. Und das muss noch nicht einmal die Musik als solche sein, wie uns Tag für Tag im Pop-Zirkus bewiesen wird. So bleibt festzuhalten, dass das Gesamtpaket Maila (= Musik, Texte, Image) mit seinen braven Liedern im Allerweltspoprockmäntelchen kaum positive Argumente präsentiert, die dafür sprechen, dass hier etwas Relevantes passiert.

Anspieltipps:

  • Zicke
  • Verstanden
  • Wer bist du?
  • Die Zukunft wird geil

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