Justin Bieber - Believe - Cover
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Justin Bieber Believe


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 59 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
3.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Der 18jährige Teenie-Star versucht sich mit seinem zweiten Album als erwachsener Pop-Künstler zu etablieren.

Baby, Baby, Baby…Oh! Nach langem Warten, haben die „Beliebers“ endlich wieder neuen Stoff, denn Pop-Sternchen Justin Bieber veröffentlicht mit „Believe“ sein brandneues Album. Nicht nur bei Twitter ist der Kanadier mit derzeit 23,4 Millionen Followern ein international gefeiertes Phänomen. Egal ob Justin Bieber und Selena Gomez mal wieder zusammen shoppen waren oder Bieber während eines Konzerts gegen eine Glasscheibe läuft: Der Rest der Welt ist darüber schneller informiert als Mutter Bieber. Das Forbes Magazine wählte ihn kürzlich zum einflussreichsten männlichen Pop-Künstler und seine kommende US-Tour war innerhalb von 45 Minuten komplett ausverkauft. Sein Debüt-Album „My World“ und sämtliche Abwandlungen wie „My Worlds“ oder „My World 2.0“ wurden millionenfach auf der ganzen Welt verkauft und mit Preisen überhäuft. Es folgte der Kinofilm „Never Say Never“, in dem seine bisherige Lebensgeschichte und dem legendären Auftritt im ausverkauften Madison Square Garden in 3D auf die Leinwand brachte.

Das neue Album hebt sich deutlich von seinen Vorgängern ab, obwohl es immer noch um ganz viel Liebe und ganz viel Glauben geht, ist der 18jährige ein bisschen erwachsener geworden. Der Opener „All Around The World“ ist eine astreine Club-Nummer und auch die Justin Timberlake-Hommage „Boyfriend“ zeigend deutlich, dass Justin Bieber nicht mehr der „Baby“-singende Aaron-Carter-Verschnitt der jetzigen Kreisch-Generation ist. Natürlich darf auch auf diesem Album der Gastbeitrag von Will-Smith-Sohn Jaden Smith nicht fehlen. Zusammen mit Justin Bieber performte der 14-Jährige bereits den Titelsong des gleichnamigen Kinofilms und Bieber-Biopic „Never Say Never“. Neben Jaden Smith sind Künstler wie Ludacris, Drake und Big Sean auf „Believe“ vertreten, doch schaffen es selbst ausgewachsene R&B- und HipHop-Künstler kaum den strahlenden Justin zu überschatten. Senkrechtstarterin Nicki Minaj unterstützt Bieber im dem Candypop-Dance-Song „Beauty And A Beat“, bei dem man sich für einen kurzen Moment fragt, warum all die anderen Tracks so männerdominiert sind.

Mit allen Mitteln versucht der 18-Jährige mit seinem neuen Album endlich seinen Status als Teenie-Star loszuwerden. Tatsächlich gelingt es ihm sogar ganz gut: Die Songs sind eleganter, geschmeidiger und auch den Stimmbruch hat Justin Bieber ganz gut überwunden. Schade nur, dass das Album nach einigen wirklich guten Popsongs abflacht, denn so mitreißend einige Songs sind, so lahm sind die anderen. Langatmige Passagen mit einfallslosen Rhythmen im Hintergrund machen Songs wie „Catching Feelings“ oder „Take You“ nicht unbedingt zu bieberschen Hochleistungen. An einigen Stellen hat man es bei der Produktion auch eindeutig mit Laser-Geräuschen übertrieben und auch der R&B-Anteil tut nicht jedem Track so viel Gutes, wie wahrscheinlich geplant. „Believe“ ist ein gutes Pop-Album, das die Erwartungen an den heranwachsenden Jungspund bestätigt, aber in seiner Gesamtlänge etwas eintönig wird.

Anspieltipps:

  • All Around The World
  • Boyfriend

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