Hellyeah - Band Of Brothers - Cover
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Hellyeah Band Of Brothers


  • Label: Eleven Seven Music
  • Laufzeit: 46 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Band Of Brothers bietet heuer leider nur Durchschnitts-Metal von der Stange.

Die Herren Chad Gray (Gesang) und Greg Tibbett (Gitarre) von Mudvayne, Tom Maxwell (Gitarre) von Nothingface sowie Vinnie Paul (Drums) und Bob „Zilla“ Kakaha (Bass) von Damageplan haben mal wieder die Zeit gefunden, um unter dem gemeinsamen Banner Hellyeah ein neues Album – ihr drittes seit dem 2007er Debüt – einzuspielen. Auf den Markt gebracht wird dieses nicht mehr über Epic Records (Sony Music), die laut Vinnie Paul mit Rock’n’Roll nichts mehr am Hut haben und bereits für das zweite Hellyeah-Album „Stampede“ (07/2010) nicht mehr viel getan haben, sondern über das Label Eleven Seven Music, auf dem u.a. Mötley Crüe, Buckcherry, Papa Roach und Escape The Fate ein Zuhause gefunden haben.

Als Produzenten holte sich die Supergruppe diesmal Jeremy Parker (u.a. Godsmack, Evanescence, Cold, American Head Charge, Otep) ins Studio, der den Jungs in Sachen Härte eine gute Schippe drauf gepackt hat. So ist bereits der Opener „War in me“ ein Paradebeispiel für schnelles und eingängiges Metal-Riffing in Verbindung mit derben Thrash-Attacken und einem Gift und Galle spuckenden Sänger, während der Titeltrack und auch das folgende „Rage/Burn“ satt groovende Midtempo-Mühlsteine darstellen, die Hellyeah von allen stilistischen Finten noch immer am besten beherrschen.

In diesem Zusammenhang fällt allerdings auf, dass sich Hellyeah anno 2012 nicht gerade durch abwechslungsreiche Kompositionsstrukturen auszeichnen, wodurch sich die Songs in ihren grundsätzlichen Zügen recht ähnlich sind. Wird dagegen mal von der üblichen Schiene abgewichen, wie etwa in der, ähem, Power-Ballade „Between you and nowhere“, legt die Band einen wie am Reißbrett konstruierten Allerweltssong auf das Parkett, für den jede Nu-Metal-Kapelle heutzutage geschlachtet werden würde.

Wie man es auch dreht und wendet: Zündende Ideen sind auf Hellyeahs drittem Album Mangelware. Aus dem starken Beginn holt die Band auf die Länge des gesamten Albums gesehen zu wenig raus und eiert kaum zielführend zwischen Thrash und Groove Metal hin und her, ohne dass Spannung aufkommt und/oder der Hörer in irgendeiner Form mitgerissen wird.

Anspieltipps:

  • Rage/Burn
  • War in me
  • Drink drank drunk
  • Why does it always

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