Loveland - Order To Love - Cover
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Loveland Order To Love


  • Label: Bellaphon/CARGO
  • Laufzeit: 51 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein bisschen bei The Doors klauen reicht nicht für ein ganzes Album.

Lana Loveland, seit einigen Jahren auch als Organistin der Band The Fuzztones bekannt, bringt mit „Order To Love“ ihr erstes Soloalbum auf den Markt, auf dem neben Lana (Gesang, Orgel) und Alex Tenas (Drums) mit Rudi Protrudi (Bass) und Lenny Svilar (Gitarre) auch zwei Mitglieder der Fuzztones zu hören sind. Allein dadurch entfernt sich Lana Loveland nicht allzu sehr vom Sound der Fuzztones, sodass die Fans der legendären Garagen-Rocker auch hier zuschlagen dürfen.

Im Mittelpunkt der zehn Songs auf „Order To Love“ steht natürlich das Orgelspiel von Frau Loveland, das in einigen Passagen an Ray Manzarek von The Doors erinnert. Aber auch die Gitarrenarbeit von Lanas Bruder Lenny Svilar ist stark in den 60er Jahren verwurzelt, sodass insgesamt von einem authentischen 60s Feeling ausgegangen werden kann.

Da sich auch Loveland genau wie The Fuzztones als Garagenband sehen, darf der Hörer an die Produktion keine allzu großen Ansprüche stellen. Und so klingt das im Berliner Candy Bomber Studio aufgenommene Album dann auch recht drucklos, pappig und dünn. Dieses Manko kann zwar durch die psychedelische Grundstimmung gerade noch so wettgemacht werden, was dagegen nicht aufgefangen werden kann, ist der stetige Gleichklang der Stücke, der das Hörvergnügen des Albums deutlich ausbremst.

So bleibt am Ende ein zwar atmosphärisch stimmiges Album, das allerdings unter einem unterdurchschnittlichen Sound und überwiegend spannungsarmen Songs leidet, die ohne die zahlreichen Doors-Anleihen null Aufmerksamkeit erregen würde. Das sagt eigentlich alles.

Anspieltipps:

  • Black glove
  • Constant furs
  • Theater of dreams

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