Gun - Break The Silence - Cover
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Gun Break The Silence


  • Label: earMusic/Edel
  • Laufzeit: 42 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Als hätte man nie über eine Dekade Pause gemacht, kehren die Schotten souverän mit Rock aus der vorletzten Jahrzehnt zurück.

Nach der überraschend entstandenen „Popkiller EP“ (2009) waren die totgesagten gar nicht so Altrocker plötzlich wieder im Rennen. Gerade, dass sie sich seit ihrer Entstehung kaum verändert haben, machte viele alte Fans glücklich und auch jene, die sich nach den Hits von Bryan Adams oder auch Guns N' Roses im heutigen Musikstrom sehnten. Für eine EP war die Rückkehr genau richtig, doch der Vierer hat Lunte gerochen und will zum 25jährigen Geburtstag seit ihrer Gründung mit „Break The Silence“ nachlegen.

Von der ersten Sekunde an ist die Bemühung spür- und hörbar. Die inzwischen nicht mehr ganz jungen Männer versuchen ihren stringenten 90s-Rock möglichst frisch zu präsentieren. Ein sehr feines Beispiel dafür ist das vorantreibende „Bad Things“, welches so auch von anderen übrig gebliebenen Vertretern des (heute sanfteren) Punk-Rocks gespielt werden könnte, bis ein Gitarrensolo den Hörer zurück bis in die Beginne der 90er schleift. Auch der nölende Gesang à la Rose wird abgearbeitet („Innocent Thieves“) und Synthies dürfen auch nicht fehlen. So lässt die Band auch in der Neuzeit nie ihre Wurzeln im Stich, ohne zum Glück allzu veraltet und überholt zu klingen.

Großteils werden mit dieser nicht ganz zeitgemäßen und weder für heutige noch damalige Ansprüche herausragenden Art die Lieder souverän im Ohr des Hörers abgeliefert. „Butcher Man“, „Lost & Found“ und „Caught In The Middle“ rauschen mit leichtem Retro-Feeling ins Ohr und auch gleich wieder heraus. Im Titeltrack zeigt sich der wahre Geist der Lieder des neuen Albums am deutlichsten. „Break The Silence“ ist das leicht hymnische, aber nie zu langsame Stück fürs Morgenradio, kurze Autofahrten und zum Abschalten. Ohne aufdringlich lange im Ohr zu bleiben, wird hier unterhalten. Das war bestimmt nicht Guns Anspruch, aber zumindest versinkt ihre Musik nicht in peinlichen Reminiszenzen an die 90er, sondern sucht den Weg der Aktualität.

Anspieltipps:

  • Bad Things
  • Butcher Man
  • Last Train

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