The Flare-Up - Fire At Will - Cover
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The Flare-Up Fire At Will


  • Label: TV-Eye Records
  • Laufzeit: 36 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
7.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach drei Jahren Wartezeit walzen die Schweden wieder in bester Brit-Rock-Manier über ihre Hörerschaft hinweg.

Man fängt mit Mando Diao an und hört irgendwann bei The Hives auf. Schweden ist seit mehr als einem Jahrzehnt ein stetiger Lieferant großer und kleinerer Rockbands, die sich im Stil des frühen Brit-Rock suhlen. Ein bisher kleiner Name ist in dieser Rubrik The Flare-Up. Genauso dreckig und dekadent wie die Großen, aber nicht so bekannt. Schon vor drei Jahren haben sie mit „Whip'Em Hard, Whip'Em Good“ ihre Qualitäten bewiesen, sind jedoch in Europa auf einen übersättigten Markt gestoßen. Schlechte Nachricht: auch 2012 ist keine Lücke zu entdecken.

Man möchte Mitleid haben, wenn man den von der ersten Sekunde an mitreißenden Rock hört. „Jimmy Jewel“ und „Soldier“ sind definitiv Stimmungsheber. Dass bei solcher Live-Musik Abwechslung nicht fehlen darf, ist dem Noch-Nachwuchs bewusst und so gibt es psychedelische Balladen („Cajun Hill“, „Rachel“) und schnelle Rocksongs, die nicht Hymne, sondern einfach nur laut sein wollen („Sugar For The Candy“). So wird in eine gute halbe Stunde alles gestopft, was man sich von einer Band wünscht, die mit The Hives verglichen werden möchte.

Die Eigenheiten fehlen jedoch. Die große Single, die die Band aus dem Schatten hebt. Zugegebenermaßen haben The Hives seit gefühlt sechs Jahren keinen vernünftigen Track mehr auf Platte pressen können, aber diese Band hat ihren Ruf bereits gefestigt. The Flare-Up suchen weiterhin nach dem genialen Moment, dem nötigen Quäntchen Glück, dass z.B. „Hjimmy Jewel“ eine Werbung ziert und Mundpropaganda ein Album in die Charts stürmen lässt. Bis dahin sind sie mit ihrer kurzen Platte nur ein Lückenfüller im Archiv zwischen all den skandinavischen Rockbands, die sich am Ende zu sehr gleichen, um musikalisch jemanden hervorheben zu können.

Anspieltipps:

  • Soldier
  • Fire At Will
  • Cajun Hill

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