Lisa Marie Presley - Storm & Grace - Cover
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Lisa Marie Presley Storm & Grace


  • Label: Republic/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 58 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Produzent T Bone Burnett führt die Tochter von Elvis Presley zurück zu ihren musikalischen Südstaaten-Wurzeln.

Wenn sich Lisa Marie Presley (44) sieben Jahre nach „Now What” (06/2005) für ihr drittes Album „Storm & Grace“ keinen Geringeren als den zwölffachen Grammy-Gewinner T Bone Burnett (u.a. Robert Plant & Alison Krauss, John Mellencamp, Counting Crows, The Wallflowers, Natalie Merchant) als Produzenten ins Studio holt, dann ganz sicher nicht, um ein klassisches Pop- oder Rockalbum im Stile der beiden Vorgänger einzuspielen.

Die Tochter von Elvis Presley schickte dem 64-Jährigen die Demos ihrer neuen Songs und dieser erkannte, dass die angeborenen Südstaaten-Wurzeln der Sängerin und Songschreiberin in ihren Kompositionen erwacht sind. Damit war T Bone Burnett der richtige Mann für den Job am Mischpult. Die Arbeiten an den neuen Songs begannen im Jahr 2009 und wurden im vergangenen Jahr in Los Angeles und London beendet, sodass es nicht weiter ungewöhnlich ist, dass gleich drei vier bekannte britische Co-Songwriter in Erscheinung treten: Sacha Skarbek (Adele, Jason Mraz, Duffy, Train), Fran Healy (Travis), Richard Hawley (Pulp) und Ed Harcourt. Nichtsdestotrotz ist das Album nicht etwa im BritPop zu Hause, sondern in klassischen Americana-Gefilden, ausgestattet mit glasklarer Produktion, abgespeckten Arrangements und der zentral herausgearbeiteten Stimme von Lisa Marie Presley.

Ausgestattet mit einem zeitlos warmen Analogsound und einer von T Bone Burnett zusammengestellten Studioband (Schlagzeuger Jay Bellerose, Bassist Dennis Crouch, die Gitarristen Jackson Smith und Michael Lockwood sowie die Keyboarder Keefus Green und Patrick Warren) stellt „Storm & Grace“ so etwas wie die künstlerische Geburt der Lisa Maria Presley dar. Denn wo ihr altes Label Capitol Records noch fleißig in die Aufnahmen hinein redete, stellte sich Republic Records nun voll hinter die Künstlerin und ließ sie so machen wie sie es für richtig hielt.

Diese entschuldigt sich fast schon für so viel künstlerische Freiheit, die sie allerdings auch gut zu nutzen wusste: „Ich musste diese Lieder einfach schreiben und aufnehmen, weil ich Musik liebe und davon überzeugt bin, dass die Welt immer neue Lieder gebrauchen kann. Sein ganzes Herz in eine Sache stecken, in sich gehen und etwas kreieren, und dann hoffen, dass es auf irgendeine Weise andere Menschen berühren und ihr Leben verändern kann – das ist mein Antrieb, der Grund, warum ich das hier mache.“

Mit „Storm & Grace“ beschreitet Lisa Marie Presley neue, erwachsene Wege sowohl als Sängerin als auch als Songschreiberin. Eingebettet in einen Band-Sound aus Gitarre, Schlagzeug, Bass, Mandoline und Keyboards wandelt sie dabei stilsicher als Erzählerin persönlicher Geschichten über ein stilistisches Parkett aus Folk und Americana und lässt zu keiner Zeit die Idee aufkommen, dass sie auf ihren vorherigen Alben in eine komplett andere Richtung unterwegs war.

Anspieltipps:

  • So long
  • Storm of nails
  • Closer to the edge
  • You ain’t seen nothing yet
  • How do you fly this plane?

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