Mia Diekow - Die Logik Liegt Am Boden - Cover
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Mia Diekow Die Logik Liegt Am Boden


  • Label: Ariola/Sony Music
  • Laufzeit: 52 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Logik mag am Boden liegen, der Stern Mia Diekow allerdings schwebt verspielt, gewitzt und melodiös gen Künstlerhimmel.

Dass Mia Diekow letztendlich bei der Musik gelandet ist, ist eigentlich gar nicht so verwunderlich. Die Mutter hat ihr die Liebe zum Gesang vermittelt, der Vater ist klassisch ausgebildeter Geiger, in der Popwelt zuhause und besitzt ein eigenes Tonstudio. Trotzdem war es erst das Kennenlernen des Studios, das sie auf ihren heutigen Weg gebracht hat. So schreibt Mia Texte und Melodien ihrer Songs nicht nur selbst, sondern produzierte diese zunächst auch in Eigenregie. Auch auf ihrem Debüt „Die Logik liegt am Boden“ fungiert sie neben Philipp Schwär als Co-Produzentin. Außerdem stammen die Drehbücher der zugehörigen Musikvideos ebenfalls aus ihrer Feder.

Dass sie dabei allerdings mit diesem Talentangebot nicht zu viel verspricht, sondern mit ihrer Kunst auf ihren ganz eigenen Planeten entführt, wird dem Hörer des vorliegenden Silberlings schnell klar. Schlichte Melodien, die nicht auf klassische Instrumentierung, sondern vor allem auf große Effekte abzielen bilden dabei eine ideale und abwechslungsreiche Grundlage und beweisen, dass die Künstlerin sehr erfolgreich weit außerhalb der typischen Boxen denken kann. Ihre Texte sind deutsch und von poetischer Schönheit geprägt. So sagt Mia selbst: „Ich liebe die deutsche Sprache wegen ihrer Genauigkeit, ihrer auffallend präzisen und überaus direkten Worte. Der Klang ist hart, doch die Schönheit liegt in der Bedeutung.

Man kann Gefühlszustände und die Unfassbarkeit der Dinge sehr poetisch beschreiben.“ Das bedeutet im Umkehrschluss allerdings auch, dass man wie bei einem guten Gedicht den Sinn nicht auf den ersten Blick völlig erschließen mag, und trotzdem seinem Zauber erliegen kann. So wird einem auf „Die Logik liegt am Boden“ einiges geboten. Den Hörer erwartet Popmusik, gewürzt mit Elementen aus Soul, Blues und Jazz. Zarte balladeske Melodien („Die Logik liegt am Boden“, „Dieses Ding called Love“, „Pfeffer“, „Pferd“), die frechen Midtemponummern („Oh Liebling“, „Nonoti“) die Hand geben. Dazwischen erzählt sie Geschichten, die auf teils schräge und vor allem einzigartige Weise ein Lachen auf die Lippen des Hörers zaubern („Dinofisch“) und doch alltägliche Probleme attackieren („Black Beauty“, „Kitsch“, „Artig“).

Mia Diekow beweist sich mit ihrem Debüt „Die Logik liegt am Boden“ als tatsächliches Multitalent. Ihre Musik ist einzigartig, witzig, sanft, sensibel, direkt und mitreißend zugleich und macht vor allem neugierig darauf, was die Zukunft für diese Künstlerin mit sich bringt!

Anspieltipps:

  • Die Logik liegt am Boden
  • Wolf
  • Dinofisch
  • Pferd

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