The Go Set - The Go Set - Cover
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The Go Set The Go Set


  • Label: Bad Dog Records
  • Laufzeit: 32 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Zum warmsingen auf das nächste Fußballspiel: Irish-Folk-Pop-Punk aus Australien.

Die fünfköpfige Band The Go Set aus dem australischen Melbourne um Mastermind Justin Keenan gründete sich vor zehn Jahren und legt mit ihrem aktuellen, selbstbetitelten Werk ihr nunmehr fünftes Studioalbum vor. Die Jungs spielen politisch orientierten Pop-Punk mit Irish-Folk-Einflüssen á la Flogging Molly, The Pogues oder Dropkick Murphys. Das bring jeden Pub zum Kochen, auch wenn die Australier den Einsatz von Tin Whistle, Dudelsack und Mandoline auf dem von Paul McKercher (Eskimo Joe, You Am I, Sarah Blasko, Midnight Oil) produzierten und auf dem Berliner Label Bad Dog Records auf den Markt gebrachten Album nicht so exzessiv umsetzen.

Aus ihren begrenzten finanziellen Mitteln haben die Australier das Beste herausgeholt, um eine ihrem songschreiberischen Stil gerecht werdende Produktion zu verwirklichen. Denn was wäre poppiger Punkrock ohne ausreichend Druck auf dem Kessel? Nur die Hälfte wert! Die Songs von The Go Set sind zwar nicht auf Champions-League-Niveau, auch wenn der Opener „The drums of Chelsea“ heißt, doch sie wissen durchaus, wie eingängige Hooklines in einem Pop-Punk-Korsett zu funktionieren haben.

So fallen die Songstrukturen nie besonders verzwickt aus („Speakers distort“) und die Gitarrenriffs überschreiten zu keiner Zeit einen massentauglichen Härtegrad („The new age“). Dafür haben die Stücke nicht selten richtig gutes Singalong-Potenzial („Drums of Chelsea“, „All our friends“, „Television education“), wozu die kernigen Texte über die australische Gesellschaft erheblich beitragen. Das macht unterm Strich ein sehr solides Album, mit dem sich der Fanblock auf das nächste Fußballspiel warmsingen kann.

Anspieltipps:

  • December
  • Liberty bell
  • All our friends
  • Speakers distort
  • Change the world

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