A Place To Bury Strangers - Worship - Cover
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A Place To Bury Strangers Worship


  • Label: Dead Oceans/CARGO
  • Laufzeit: 45 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Trio aus Brooklyn mit der Genehmigung zum gänzlich unpeinlichen Breitwand-Rock.

Seit 2001 gibt es A Place To Bury Strangers, die New Yorker Formation mit dem Hang zum ganz eigenen (Noise-) Rock und intensivem Klangerlebnis. Nach ersten Konzerten und Besetzungswechseln sowie drei in Eigenregie erstellten EP´s debütierte das Trio 2007 selbstbetitelt im Langspiel-Format. Spätestens da wurde nicht nur die Indie-Szene Amerikas erobert, sondern auch Europa durch krachigen Indie-Rock der kompromisslosen Art infiziert. Über Mute Records und dem zweiten, durchaus wörtlich zu nehmendem Werk „Exploding Head“ festigte sich der Name zwischen 80´er Wave-Referenzen, handgefertigten Effektgeräten und Destruktion als formschöne Variante.

„Worship“ rudert einige Schritte zurück und findet sehr angenehm auch seinen Platz in offensichtlichen Pop-Wohltaten, wie das von 25 Sekunden Stille eingeleitete, schwebende „Dissolved“ im Mittelteil beweist. Doch allein der Auftakt „Alone“ geht klangmäßig in die Vollen, indem die Drums mächtig dem Rhythmus Beine machen und intelligent verstörende Gitarren als Wachmacher fungieren. Huldigungen an die Großtaten des Wave-Pop lassen „You Are The One“ im melancholischem Schattentanz verweilen, selbstredend nicht ohne die Kohlen großformatig cineastisch aus dem Feuer zu holen und dabei Pop in bösartige Noise-Eskapaden zu tauchen. Eine Kombination, die den Hörer von „Worship“ nur selten loslässt und vollmundig dicht ausformuliert den mächtigen Sound vom Himmel regnen lässt.

Wie ein Song a la „Mind Control“ trotz zahlreicher Widerhaken der krächzenden und fiependen Sound-Parameter so unnachgiebig ins Hörzentrum vordringt und dabei Ohrwurm-Qualitäten innehält, ist schon ein Alleinstellungsmerkmal von A Place To Bury Strangers. Hier ist der Breitwand-Rock verziert mit Hindernissen, die im Hall der Stimme von Oliver Ackermann und zahlloser, ausbrechender LoFi-Türme aufgehen und so zu einem Gesamtpaket verschmelzen, dass die Bedienung der Repeat-Taste zur Selbstverständlichkeit wird.

Anspieltipps:

  • Alone
  • You Are The One
  • Mind Control
  • Revenge

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