Queensberry - Chapter 3 - Cover
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Queensberry Chapter 3


  • Label: Orange Red Music/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 53 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Auch Queensberry versuchen sich am Sprung auf den Dance-Pop-Zug, der für die jungen Damen allerdings eher eine Nummer zu groß ist und damit statt einem neuen Kapitel eher eine Kollision ansteuert.

Man hat es nicht leicht als Castingband des Konzepts Popstars. Auf der einen Seite hat man große Fußstapfen zu füllen, denn irgendwie möchte man doch ewig den No Angels oder Monrose nacheifern, die die einzig tatsächlich erfolgreichen Ergebnisse der Serie darstellen. Internationalen Erfolg wünscht man sich außerdem. Dabei soll man dem gecasteten Konzept treu bleiben, aber trotzdem mit dem Zeitgeist gehen. Kein Wunder, dass die Meisten dieser Castingwunder nicht lang überleben. Queensberry dagegen sind hartnäckig, denn auch mehrfache Line Up Wechsel halten Ronja, Gaby und Leo nicht davon ab es immer wieder erneut zu versuchen und zu kämpfen.

Gewissen Erfolg haben sie dabei durchaus. Sie sind Gesicht der amerikanischen Make Up Marke „L.A. Girl“, touren sowohl Solo wie auch für TOGGO und die BRAVO Job Attacke, besuchen Tanzschulen im ganzen Land und veröffentlichen nun ihr neues Album „Chapter 3“, das ganz im Zeichen des glamourösen Dance Pops stehen soll und damit den allgemeinen Zeitgeist durchaus treffen würde. Die Benennung ihrer Werbepartner macht allerdings direkt die Zielgruppe der Künstlerinnen deutlich, denn an mehr als Teenager scheint sich dieses Konzept nicht zu richten. Entsprechend beschäftigen sich auch die Songtexte mit den Problemen der Altersgruppe: junge Liebe („Girl Like Me“, „Summer Love Song“), Trennung („I Want You Back“, „After The Love Is Gone“), Problemen mit den Eltern („I Understand It Now“) und natürlich Party („Timeless“), alles verpackt im hübschen Discokleidchen.

Die Beats sind dabei allerdings leider keineswegs so frisch, abwechslungsreich und einzigartig, wie man sie von großen Kolleginnen wie Britney Spears oder Lady Gaga gewohnt wäre, so dass man internationale Vergleiche erst gar nicht anstellen möchte. Es fehlen schlichtweg die Ohrwürmer, die ansprechen und einen nicht mehr los lassen. Hinzu kommen zahlreiche Interludes, die gesprochene Intros zu den Songs oder Botschaften der Sängerinnen enthalten und damit die Gesamtspieldauer des Silberlings in die Länge ziehen.

Insgesamt fehlt dem neuen Album der Queensberrys trotz neuem Kapitel einfach der frische Wind, der nötig gewesen wäre um dieses inzwischen einmal mehr nicht mehr neue Musikgenre tatsächlich aufmischen zu können und mehr als abwechslungslose Mittelmäßigkeit zu übertrumpfen.

Anspieltipps:

  • Timeless
  • I Understand It Now
  • Cake and Kisses

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