The Magnetic North - Orkney: Symphony Of The Magnetic North - Cover
Große Ansicht

The Magnetic North Orkney: Symphony Of The Magnetic North


  • Label: Full Time Hobby/Rough Trade
  • Laufzeit: 41 Minuten
Artikel teilen:
8/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Wunderbar vielschichtiges Konzeptwerk von The Magnetic North.

Orkney steht für eine Ansammlung von Inseln im Norden von Schottland und hat, wie es sich für britische Mystik gehört, auch die ein oder andere Schauer-Geschichte in seinem Repertoire. Eine davon rankt sich um das Mädchen Betty Corrigall, die sich im 18. Jahrhundert umgebracht hat, weil sie nach der Schwängerung durch einen Ortsfremden aus ihrem Dorf vertrieben wurde. Wie das Leben so spielt, bekommt The Magnetic North-Mastermind Erland Cooper (Erland & The Carnival) im Traum Besuch von dieser Dame und erfüllt nun ihren Wunsch, ein Album über diese Inselgruppe zu machen, die auch seine Heimat ist und Simon Tong (Ex-The Verve) sowie Hannah Peel (The Broken Wave) zu Mitstreitern macht.

Einem derartigen Konzeptwerk entsprechend, durchläuft die Musik viele stimmungsvolle Komponenten aus sinnlichem Beginn („Stromness“), rhythmisch Herausragendem und sehnsuchtsvoll Eroberndem („Bay Of Skaill“), märchenhaften Streichern („Nethertons Teeth“) und einem gelungenen Balance-Akt zwischen vertonter Schwermut sowie aufbrechenden Melodien für die direkte Freude an „Orkney: Symphony Of The Magnetic North“. Es ist die vollmundige Instrumentierung, welche durch Bläser, Streicher, Glockenspiel und hervorstechende Rhythmus-Bauweisen eine klassische wie auch moderne Aura vermittelt. Nicht zuletzt die elektronischen Sounds eines „Hi Life“ sind eine wichtige Bereicherung im vorherrschenden orchestralen, kammermusikalischen Treiben.

Die Erfahrung der beteiligten Musiker ist so in jeder Sekunde spürbar und ermöglich ein dichtes, reich bestücktes Album voller Hingabe und großartigem Zusammenspiel der Stimmen von Erland sowie Hannah. Weit hinaus gehen die Streicher bei „Rackwick“, lassen die Weite der schottischen Küste vor dem inneren Auge erscheinen und schließlich wandert „Orphir“ hymnisch in die letzten Minuten einer erhaben funkelnden Platte.

Anspieltipps:

  • Bay Of Skaill
  • Hi Life
  • Rackwick
  • Orphir
Neue Kritiken im Genre „Indie-Pop“
7.5/10

Mit Den Zehen Am Abgrund
  • 2019    
Diskutiere über „The Magnetic North“
comments powered by Disqus