Dew-Scented - Icarus - Cover
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Dew-Scented Icarus


  • Label: Metal Blade/Sony Music
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Groove, Power, Leidenschaft: Dew-Scented krachen auch im 20. Jahr ihres Bestehens mächtig ins Gebälk.

Ein neues Album, eine neue Besetzung. Das deutsche Thrashgespann rund um Sänger Leif Jensen holzt auf dem neunten Schlagbolzen mit Rory Hansen (Gitarre), Marvin Vriesde (Gitarre), Joost van der Graaf (Bass) und Koen Herfst (Schlagzeug) sämtliche Wälder nieder und gibt sich dabei bissig wie eh und je. Da stört ein kurzes Intro („Hubris“) nur bedingt und schon geht es mit „Sworn to obey“ in die Vollen, soll heißen direkt dorthin wo es weh tut. Da splittern Knochen im Circle Pit, die Köpfe werden schleudertraumatisiert und obwohl man ständig das Gefühl hat, hier würden Carnal Forge mit einer Tempobegrenzung durch die Botanik preschen, bleiben die Trümmerriffs von Dew-Scented trotzdem rasant und knackig.

Bei einer neuen Platte der Taufrischen darf natürlich auch nicht der Groove zu kurz kommen und der ist in „Thrown to the lions“ und „A final procession“ besonders fett geraten und wenn nicht gerade die Doublebass donnergrollend aus den Boxen bricht, dann schleichen sich ein paar melodische Licks in die Prügelorgien („Gleaming like silver“), der Todesbleianteil wird ein paar Prozentpunkte in die Höhe geschraubt („Reawakening“) und kleine Tempospielchen („Destined to collapse“) sorgen vor allem für eins: Blutende Moshpits. Produziert wurde das Ganze jeden Bombenschutzkeller durchdringend von Jörg Uken in den Soundlodge Studios, wo bereits God Dethroned, Suicidal Angels oder Sinister ihr Material veredeln ließen.

Damit aber nicht genug, denn „Icarus“ hat mit Dan Swanö (Sänger und Songwriter für Edge Of Sanity, Produzent für u.a. Hail Of Bullets oder Opeth) in „Reawakening“ und Rob Urbinati (Sänger der kanadischen Thrasher Sacrifice) in „Gleaming like silver“ zwei Gastauftritte zu verbuchen, die dem ohnehin schon sehr schnittigen Gaul noch einmal ordentlich die Sporen geben. Revolutionäre Ideen mögen auf „Icarus“ Fehlanzeige sein, wer dem Hörer in einer Dreiviertelstunde aber keinen einzigen Totalausfall um die Ohren schmeißt, braucht so etwas wie Innovation oder Fortschrittsgedanken nicht. Dew-Scented hacken alles kurz und klein und dosieren richtig. Guter Thrash Metal kann manchmal so einfach sein!

Anspieltipps:

  • Reawakening
  • Gleaming Like Silver
  • Thrown To The Lions
  • Destined To Collapse

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