Little Gang - Half Of Everything - Cover
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Little Gang Half Of Everything


  • Label: Control Freak/CARGO
  • Laufzeit: 47 Minuten
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8.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Das schwedische Musikerkollektiv um Jacob Snavely (Dag För Dag), Rebekka Karijord und Mitgliedern von Shout Out Louds sowie Ane Brun berauscht den Hörer zwischen Dunkelheit und strahlender Sehnsucht.

Das Debüt eines schwedischen Musikerkollektiv gesellt sich dieser Tage höchst ausformuliert in die Plattenläden der Republik und zeigt allein schon mit der Besetzung aus dem ehemaligen Two Gallants-Tourmanager Jacob Snavely (Dag För Dag), Rebekka Karijord, Gastsängerin Ane Brun und Carl von Arbin (Shout Out Louds) eine überaus schmackhafte Wahl. Als Kopf von Little Gang scharte Jacob im Januar und April des Jahres 2011 neben anderen Beteiligten diese Musiker in seiner Wahlheimat Stockholm um sich. „Half Of Everything“ war vollbracht und glänzt zwischen leicht verstörenden Elementen und schmeichelndem Düster-Pop.

Schon der Opener „By The Way“ gräbt sich in bester Tindersticks-Manier in die tiefen Regionen der Seele, mystisch zögernd und doch so ungemein direkt. Das Piano setzt dem markanten Timbre von Jacobs Stimme die Krone auf und formuliert auch nach hinten heraus durch sakralen Chorgesang einen prächtigen Einstand. „Wait I´m Slow“ schlägt in eine ähnliche Kerbe und lässt die beiden auf ihre Art betörenden Vocals von Jacob und Rebekka gleichberechtigt verschmelzen. In diese ersten, lauernden Stücke fällt der verstörende Schlagzeug-Beat von „Ah Haa Ha“, der aufrüttelnd wie gleichermaßen euphorisierend mit ausuferndem Gesang in seiner Deutlichkeit eine Ausnahme auf diesem Debüt bleibt.

Viel mehr ist es das träumerische Schweben auf dunklen Gitarren-Akkorden, gefühlvoll in Szene gesetzten Tasteninstrumenten und auftrumpfenden Melodien, welche nicht nur „Let It Breathe“ in schweren Zeiten zum Hoffnungsschimmer am Horizont machen. „Saving Grace“ verdingt sich dagegen als Kleine Nachtmusik, dem feierlichen Piano-Pop huldigend und in jeder Pore Sehnsucht ausstrahlend. Zum Abschluss gesellt sich noch Ane Brun ans Mikro und setzt dem ohnehin schon vom großartigen Zusammenspiel der Stimmen lebenden „Half Of Everything“ die nordische Krone auf. Synthetische Klangfäden weisen den Weg aus einem Album, dem man seine Erfahrung seitens der beteiligten Musiker anhört, das dennoch neugierig bleibt, ja spannungsvoll jede Sekunde auskostet.

Anspieltipps:

  • Wait I`m Slow
  • Fire
  • Let It Breathe
  • Saving Grace

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