Hollie Cook - In Dub - Cover
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Hollie Cook In Dub


  • Label: Mr Bongo/INDIGO
  • Laufzeit: 35 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
8.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Unaufgeregter Dub, den Kenner schon in Reggae-Reinform bewundern durften.

Hollie Cooks gleichnamiges Album vor einem Jahr hat bei Produzent Prince Fatty anscheinend einen Kreativ-Erguss hervorgerufen. Der Dub-Spezialist nimmt sich dem noch frischen Reggae-Album an und füttert es mit Dub-Beats an. Hier ist die Geschichte eigentlich auch schon vorbei und mit einem Lied zusätzlich im Vergleich zum Vorjahr wird die elegante Sängerin mit ordentlich Soul in der Stimme von wabernden Dub-Beats unterlegt. Also einen Gang herunter geschaltet und rein in das Dub-Vergnügen der alten Schule.

Prince Fatty war es wichtig darauf hinzuweisen, dass das Klangerlebnis auf diesem Remix natürlich ist und nicht am PC zusammengebastelt wurde. Das ist für Soundästheten auf jeden Fall ein Pluspunkt und tatsächlich klingt das Album nach frischem, knackigen Dub. Allerdings, wie sich das für Dub, der mit relaxtem Reggae gemischt wird, gehört, bietet „In Dub“ wenige Überraschungen und/oder Stimmungswechsel. 35 Minuten lang ergießt sich ein gleichartiger Mix aus genannten Stilen über den Hörer und entspannt dabei. Mehr nicht.

Der „Tropical-Pop“, wie man Hollies Musik auch gerne betitelt ergibt sich den beruhigenden Beats und es liegt mehr an Dub-Feinschmeckern, sich den Bässen zu ergeben, die durch den Pop-Ursprung allerdings bei all der handwerklich guten Umsetzung gedrosselt wirken. Leider gibt es zu wenig zu entdecken, aber als Entwicklungssprung für Hollie Cook darf die Reise ins Land des Dub durchaus zu verstehen sein. Ihr nettes, aber durchaus ausbaufähiges Debüt dürfte nach so einer Erfahrung im Klang breiter und reicher werden. Wenn dafür diese Compoilation notwendig war, gibt es keine allzu großen Einsprüche gegen dieses routinierte Stück Musik.

Anspieltipps:

  • Shadow Dub
  • Sugarwater Dub
  • And The Beat Goes On Dub

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