Evocation - Evoked From Demonic Depths: The Early Years - Cover
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Evocation Evoked From Demonic Depths: The Early Years


  • Label: Century Media/EMI
  • Laufzeit: 57 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Death-Metal-Historiker aufgepasst: Century Media laden zu einer Geschichtsstunde nach schwedischer Art ein.

Evocation sind erst mit dem Longplayerdebüt „Tales From The Tomb“ (04/2007) auf dem Radar vieler Metalheads erschienen, die meist gar nicht wussten, dass es vor der (Neu-) Gründung des schwedischen Acts 2005 bereits zwei Veröffentlichungen gab, die durchaus vielversprechendes Material anzubieten hatten. „The Ancient Gate“ und „Promo 1992“ nannten sich die beiden Demos, die in limitierter Auflage Anfang der 90er Jahre für gespitzte Ohren in der Szene sorgten und erst 2004 durch Breath Of Night Records zusammen auf einen Silberling gepresst wurden, welcher unter anderem die Wiedervereinigung der Band ins Rollen brachte.

Zwei Jahrzehnte nach ihrer Veröffentlichung hat sich Century Media nun entschlossen nicht nur eine überarbeitete und remasterte Fassung der neun Tracks dieser beiden Demos den Fans anzubieten, sondern mit „Evoked From Demonic Depths: The Early Years“ eine „vollständige Dokumentation der Anfangsjahre der Band“ in die Läden zu stellen. Abgesehen vom bereits bekannten Inhalt bedeutet das noch vier zusätzliche Proberaumaufnahmen, die allerdings aufgrund ihrer Rumpelkammer-Ästhetik mühelos die Schmerzgrenze überschreiten, drei Live-Bootleg-Videos und ein dickes, besonders informatives Booklet mit Hintergrundinfos und raren Bandfotos angeboten zu bekommen, was den Mehrwert dieses Re-Releases für Jäger und Sammler angenehm steigert.

Das Hauptaugenmerk sollte aber natürlich auf der Musik liegen und die enttäuscht weder technisch noch handwerklich. Evocation hatten bereits in ihren Anfangstagen ein untrübliches Gespür für große Melodien und Abwechslungsreichtum und stellten dies in solch stürmischen wie dramaturgisch wendungsreichen Tracks wie „Where the headstones shine“ oder „Spiritual affinity“ eindrucksvoll zur Schau, die nun, von den Original-Tapes remastert, besser denn je klingen. Als besonderes Schmankerl wird mit dem 1992 geschriebenen, aber nie ans Licht der Öffentlichkeit gekommenen Song „Genesis“, der kürzlich neu aufgenommen wurde, sogar ein Bogen in die Gegenwart gespannt und gezeigt wie zeitlos das frühe Schaffen von Evocation ist. Fans von Grave, Entombed, Dismember und At The Gates, sowie Hobby-Deathmetalogen sollten hier also schleunigst zugreifen!

Anspieltipps:

  • Genesis
  • Spiritual Affinity
  • On A Journey To Heaven
  • Where The Headstones Shine

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