The Invisible - Rispah - Cover
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The Invisible Rispah


  • Label: Ninja Tune/Rough Trade
  • Laufzeit: 50 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

„Rispah“ ist der starke, zweite Streich und erfüllt leicht die hohen Erwartungen nach einem ohnehin schon großartigen Debüt.

The Invisible-Sänger/Gitarrist Dave Okumu bezeichnet das zweite Album des Trios als einen „love letter to grief“ und so kann auch die musikalische Hingabe des durch Tom Herbert (Bass, Synthesizer) sowie Leo Taylor (Drums) vervollständigten Trios beschrieben werden. Seit 2006 arbeiten die Drei als The Invisible zusammen, gönnen sich jedoch wie im Falle von Leo auch Abstecher zu den Schlagzeug-Parts von Adeles Erfolgsalbum „21“ und anderen Nebenprojekten. All das scheint das intensive Klanggefüge der Band zu beflügeln. Schließlich war das selbstbenannte Debüt für den Mercury-Preis nominiert und seitens der eingeweihten Öffentlichkeit hoch geschätzt. Nun ist es Zeit für „Rispah“ und die Bestätigung, dass Dave nach dem Verlust seiner Mutter und Schwierigkeiten, wieder zur Musik zu finden, vollends kreativ in neue Höhen aufbricht.

Im richtigen Maße mit Hall und effektvoll eingesetzten Gitarrensounds ausgestattet, geht bereits „Generational“ tief und höchst zwingend in die Vollen der genremäßig nur schwer eingrenzbaren Mixtur aus souliger Wärme und industrieller Kälte. Da pumpt die Rhythmus-Struktur neben melancholisch ummantelnder Wohltat und gönnt sich im folgenden „Wings“ einen wundervollen Basslauf. Gleichermaßen von allem Weltlichen losgelöst und doch so nahbar greift die melodisch faszinierende Gitarre in Breakbeat-Beigaben und sehnsüchtige Vocals als treibende Kraft eines überragenden Auftakts. Kernig und tieftönend basslastig liegt „Lifeline“ im ähnlichen Fahrwasser, um doch noch einige Grad erhabener Mystik zuzulegen.

Ein unschlagbares Gespann bilden die warme, durch viel Soul wachsende Stimme Okumus und die dichte, träumerische Gesamtheit, in der die herausgeputzte Rhythmus-Sektion und sphärisch tönende Gitarren wie Synthesizer den mitunter kühlen, aber nie herzlosen, Gegenpart bieten. Mit jeder Minute atmet „Rispah“ mehr Intensität und feingliedrige Musikalität im komplexen, aber dennoch absolut eingängigen Stil, so dass „Surrender“ in eine prunkvolle Frische aus TripHop, Indie-Pop und der Breite von Post-Rock abtaucht, die einen mehr und mehr gefangen nimmt, bis am Ende dieser Platte die pure Schönheit über den elf Songs und ihrer in sich greifenden Harmonie wacht.

Anspieltipps:

  • Wings
  • Lifeline
  • The Great Wound
  • Utopia
  • The Wall

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