Peaking Lights - Lucifer - Cover
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Peaking Lights Lucifer


  • Label: Domino Records
  • Laufzeit: 44 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Entschleunigter Versuch, dem derzeit so profitablem Dream-Pop eine Überdosis Dub zu verabreichen.

Aaron Coyes und Indra Dunis, das Ehepaar hinter Peaking Lights, lieben ausgewachsene Soundcollagen mit einem Fundament aus Dub, Krautrock und schwebender Tanzbarkeit. Das zeigt auch das bereits dritte Album „Lucifer“, welches im Titel keine satanistischen Züge trägt, sondern der römischen Mythologie entliehen den Morgenstern darstellt. Dieser heißt im Falle des Duos Mikko, ist ihr neugeborener Sohn und somit ein großer Einfluss für die benebelte Raumfahrer-Atmosphäre des Longplayers.

Entschlossener als noch „936“ bietet er eine leichtere Orientierung für den Hörer, ohne viel Wert auf das eigentliche Ziel zu setzen. So huscht „Beautiful Son“ mit Tasteninstrumenten und spielerisch synthetischen Sounds von Indra Dunis liebevoll gesungen ins Bild, erfährt „Live Love“ einen beatlastigen Salsa-Touch und wabert „Cosmic Tides“ in klassischer, oder wahlweise austauschbarer, Slow Motion Dub-Manier ins Rauchwaren-Lager der Zweckmusik. Gerade Letzteres ist in seiner Beiläufigkeit eines der schwächeren Stücke auf „Lucifer“, das gut beginnt und doch besonders mit ansteigender Spieldauer selbstgefällig in der Mittelmäßigkeit versinkt.

Es dümpeln die Beats vor sich hin, während psychedelische Elemente den Boden für Klangpaletten liefern. Peaking Lights schaffen es jedoch nicht, die ausgelegte Spielwiese konsequent und aufregend zu nutzen. Stattdessen möchte dieses Drittwerk beruhigend und mantra-ähnlich wiederholend in die Seele vordringen. Schade, dass trotz guter Ansätze und zeitweise eingängiger Ideen die Weiterentwicklung nicht reicht, um sich markant in der Musikwelt zu positionieren.

Anspieltipps:

  • Beautiful Son
  • Live Love
  • Dream Beat

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