Yellowcard - Southern Air - Cover
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Yellowcard Southern Air


  • Label: Hopeless Records
  • Laufzeit: 39 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Pop-Punker aus Florida veröffentlichen mit „Southern Air“ ein vielseitiges Überraschungsalbum.

Wer hätte das gedacht… obwohl die letzte Veröffentlichung von Yellowcard noch gar nicht so lange zurückliegt, schaffen es die Jungs aus Florida auch mit „Southern Air“ ein überraschend frisches Pop-Punk-Album zu zaubern. Seit 1997 sind Yellowcard bereits als Band unterwegs und machen fleißig emotionalen Punkrock, der zuweilen auch als Emo-Punk bezeichnet wird. Emotionalität hin oder her: Was diese Art von Musik nach wie vor auszeichnet ist der sommerliche Sonnenschein, die gelassene Skateboard-Mentalität und die scheinbar ewige Jugend. Was Cro und Mac Miller heutzutage aus Rapper-Perspektive veranstalten, ist im Punkrock schon ein alter Hut.

Nachdem „When You're Through Thinking, Say Yes” in die Top-20 der amerikanischen Albumcharts einstieg, veröffentlichte die Band kurz darauf sogar eine Akustik-Version des Albums. Sowieso spielen Yellowcard in den USA in einer vollkommen anderen Liga als in Deutschland: Ihr Erfolgsalbum „Ocean Avenue“ (2003) erreichte Platin-Status und auch das Nachfolger-Album „Lights And Sounds“ (2006) haben sich die Jungs aus Florida vergolden lassen. Der fröhliche Punkrock scheint in Deutschland bis auf wenige Ausnahmen nicht ganz so chartstauglich zu sein. Obwohl die Donots in regelmäßigen Abständen zufriedenstellende Erfolge verzeichnen können, bleiben die Ibbenbürener dabei ein Einzelfall. Was Yellowcard auszeichnet, kommt auch auf „Southern Air“ nicht zu kurz: Die gute alte Violine, die vor allem in der Single „Always Summer“ („It’s always summer in my heart and in my sould“) ganz ausgezeichnete Solo-Perfomances zu verzeichnen hat. „Rivertown Blues“ dagegen ist um einiges aggressiver als der Rest des Albums, drängt die Violinen-Klänge in den Hintergrund. Neben der musikalischen Seite, hat sich auch textlich einiges getan und so thematisiert Sänger Ryan Key in der traurigen und gefühlvollen Ballade „Ten“ den Verlust seines Kindes.

Manchmal muss es gar keine Ewigkeit dauern, bis ein wirklich gutes Album zustande kommt. Yellowcard beweisen genau das mit ihrer neuen Platte „Southern Air“: Zehn energiegeladene, sonnige Tracks, die Hits wie „Ocean Avenue“ in keinster Weise nachstehen. Dieses Album ist an jeder Stelle genau richtig. Nicht zu laut, nicht zu leise, nicht zu viel und nicht zu wenig. Eingängige Melodien, die sofort als Ohrwürmer zurückbleiben. Ein perfektes Sommer-Punkrock-Album, fast ohne nostalgischen Touch, aber abgerundet mit einem Zitat aus „Here I Am Alive“: „They say you don’t grow up, you just grow old – It’s safe to say I haven’t done both “

Anspieltipps:

  • Awakening
  • Always Summer
  • Ten
  • Here I Am Alive

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