Dispatch - Circles Around The Sun - Cover
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Dispatch Circles Around The Sun


  • Label: Nettwerk/SOULFOOD
  • Laufzeit: 39 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
7.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Klasse Comeback mit viel Herzblut und Können. Dispatch erobern nun auch Europa.

Brad Corrigan, Chad Stokes (State Radio) und Pete Francis stecken hinter Dispatch. Sie gelten als die größte unabhängige Rockband in der Geschichte, in dem sie ihre Alben selbst vermarkten, und konnten sich vor allem durch fulminante Konzerte in den USA, unter anderem beim zwischenzeitlichen Abschiedskonzert vor 110.000 Fans im Jahre 2004, einen guten Ruf auch über die Heimat hinaus erarbeiten. Seit 2010 sind sie wiedervereint und folgen weiterhin ihrem Ideal, wohltätige Organisationen zu unterstützen. So ging pro Vorbestellung von „Circles Around The Sun“ über iTunes und den Webstore der Band jeweils 1 US-Dollar an das Projekt Amplifying Education. Jeder in Deutschland gespendete Dollar fließt damit in deutsche Bildungsprojekte.

Apropos Deutschland: Bis dahin ohne offiziellen Release hierzulande schaffte es das Trio, ihre ersten Konzerte in hiesigen Regionen innerhalb von 48 Stunden auszuverkaufen. Die Gigs mussten in größere Hallen verlegt werden. Daran wird deutlich, wie viel eine gewisse Einstellung zur Musik und der soziale Background bedeutet und auch ohne Marketing von Nordamerika nach Europa, insbesondere Deutschland, schwappt. Umso glücklicher dürfen die Hörer sein, denn „Circles Around The Sun“ erscheint regulär über Nettwerk im Vertrieb von Soulfood und ist ein Comeback-Album, das kaum hätte besser sein können.

Im Titeltrack und Opener regiert schweißtreibender Folk-Rock samt markanter Gitarren und einem Rhythmus, der keine Pause kennt und von melodischem Chorgesang eingerahmt wird. Schon im ersten Track versteckt sich damit ein echter Hit. Während „Not Messin´“ psychedelischen Wüsten-Rock und abgehangen lässige Vocals verarbeitet, ist „Get Ready Boy“ für einen gehörigen Country-Anteil verantwortlich. Wie so vieles erinnert auch dieses Stück an die zeitlosen Lieder der Sechziger und Siebziger, um dann doch voll und ganz im Heute zu stehen und die ganz eigene Mischung namens Dispatch zu kreieren. Melodien und Instrumente treffen hier in einem Maße aufeinander, indem diese drei Multiinstrumentalisten und gleichberechtigten Sänger eine echte Magie entfachen. Nicht nur antreibende Songs, auch wunderbar Schwebendes wie das Duo „Flag“ und „Come To Me“ oder nicht zuletzt das sehnsüchtige „We Hold A Gun“ komplettieren ein beachtliches Werk.

Anspieltipps:

  • Circles Around The Sun
  • Not Messin´
  • Sign Of The Times
  • Flag
  • We Hold A Gun

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