Mark Knopfler - Privateering - Cover
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Mark Knopfler Privateering


  • Label: Mercury/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 89 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
4.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Der ehemalige Kopf der Dire Straits veröffentlicht sein achtes Studioalbum und schüttelt mal wieder wie gewohnt ein entspanntes Folk-Rock-Pop-Album aus dem Ärmel.

Es ist mal wieder so weit: Mark Knopfler, der ehemalige Kopf und Gründer der Dire Straits veröffentlicht mit „Privateering“ sein achtes Studioalbum. Das neue Album hat der 62-Jährige erneut zusammen mit seinem guten, alten Stamm-Produzenten Chuck Ainlay und Guy Fletcher in seinen eigenen British Grove Studios in London produziert und sich von einer ganzen Reihe Musikern begleitet lassen: Richard Bennett (Gitarre), Jim Cox (Klavier), Guy Fletcher (Keyboard), John McCusker (Geige), Mike McGoldrick (Flöten), Glenn Worf (Bass) und Ian Thomas (Schlagzeug).

Mark Knopfler ist ein Phänomen und einer der ganz Großen im Musikgeschäft. Mittlerweile hat er bereits über 135 Millionen Alben verkauft und kürzlich den Lifetime Achievement Award (bei den Ivor-Novello-Awards), einen der wichtigsten britischen Musikpreise, gewonnen. Er zählt jedoch nicht nur zu den einflussreichsten und größten Musikern Groß Britanniens, sondern kann sich getrost auf Weltruhm ausruhen. Dank seines einzigartigen Gitarrenspiels, landen seine Tonträger regelmäßig in den internationalen Albumcharts und erreichen meist in kurzer Zeit Gold-Status.

Was aber soll man weiterhin zu „Privateering“ sagen? Mark Knopfler hat während seiner Karriere genügend Alben verkauft und Konzerte gegeben, um ganz entspannt in altbekannter Manier einfach das zu machen, was er seit Jahren schon macht. Er hat es nicht mehr nötig sich mit neumodischen, musikalischen Innovationen bei seinen Fans anzubiedern. „Privateering“ klingt aus dem Ärmel geschüttelt: Ein schönes Folk-Pop-Rock-Album, wie man es von Knopfler erwartet. Merkwürdige bis interessante Songtitel wie „Corned Beef City“ oder „Hot or What“ werden durch romantische Lyrics und Unmengen von wunderschönen Gitarrensolos abgerundet. Unverkennbar ist auch der schottische Folk-Einfluss, der vor allem in „Kingdom Of Gold“ oder „Haul Away“ deutlich wird.

Fraglich bleibt, ob es wirklich notwendig war, gleich ein Doppelalbum zu veröffentlichen, denn tatsächlich sind nicht alle Songs so einzigartig und außergewöhnlich als das es nicht auch eine Einzel-CD getan hätte. Dass Mark Knopfler mit seinen Soloalben allerdings keine Meilensteine der Musikgeschichte auf den Markt bringt, ist eigentlich seit „Kill To Get Crimson“ (2007) klar. Neben einer steten Regelmäßigkeit seiner Veröffentlichung hält Knopfler jedoch zuverlässig auch die Qualität. Wenn „Privateering“ vielleicht auch kein überraschendes Meisterwerk ist, so ist es trotz allem ein hochwertiges Soloalbum, was sich nach wie vor durch einen unverkennbaren Gitarrensound auszeichnet.

Anspieltipps:

  • Miss You Blues
  • Corned Beef City

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