Drone - For Torch And Crown - Cover
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Drone For Torch And Crown


  • Label: Metalville/Rough Trade
  • Laufzeit: 41 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Thrash-Nachwuchs aus Celle groovt sich nach Vorne!

Moritz „Mutz“ Hempel (Gesang, Gitarre), Marcelo Vasquez (Gitarre), Fabian Harms (Bass, Gesang) und Felix Hoffmeier (Schlagzeug) alias Drone, haben bisher schon den ein oder anderen Erfolg einfahren können. 2006 haben Drone das Wacken Metal Battle gewonnen und auch auf dem Nachwuchsfestival Emergenza konnte man im gleichen Jahr für Aufsehen sorgen. Auch als Support von beispielsweise Overkill, Ektomorf oder Norther machten sich die Burschen aus dem niedersächsischen Celle bereits einen Namen und erspielten sich einen kleinen aber feinen Fankreis. Das ist Grund genug seinen Sigeszug fortzusetzen. „For Torch And Crown“ ist das bislang dritte und somit bekanntlich schwierige Album der deutschen Metalheads. Schon das gelungene Cover-Artwork in Comicästhetik zeigt wohin die Reise gehen wird: Monsterhafte Bienen mit Waffen zwischen den Klauen (eine von ihnen sieht wie Jason aus, Hockemaske inklusive) greifen als Schwarm fomiert an. So unbarmherzig wie die Insekten auf dem Cover, sind auch die Musiker von Drone. Der Hörer darf sich auf gut 40 Minuten groovenden Metal einstellen.

Drone selbst wollen sich dem Thrash Metal zurechnen, doch so einfach machen es uns die Jungs dann auch nicht. Auf „For Torch And Crown“ finden sich viele stilistische Einflüsse und Ausflüge. Ob es sich nun um Groove Metal oder Metalcore handelt, ist da fast egal. Fakt ist, dass sich reiner Thrash anders anhört. Macht ja nichts! „Format C“ haut mit seinem Refrain schon in die melodische Core-Ecke, das anschließende „Making Believe“ groovt wunderbar und „Deepest Red“ erinnert stellenweise an Kreatorschen Thrash Metal.

Am besten sind Drone, wenn sie etwas geerdeter und straighter spielen. Der tolle Titeltrack „For Torch And Crown“, das pfeilschnelle „Burning Storybook“ sowie, ziemlich heavy und ziemlich modern, „Short Way Down“ zeigen die Band in Hochform. Drone geben hier dem Hörer ordentlich einen auf's Maul und genauso soll das auch sein. Das Rad erfinden sie selbstverständlich nicht neu, liefern dafür aber eine gute Leistung ab. Besonders an den Instrumenten weiß man zu überzeugen und der geröchelte Gesang von Frontsau Mutz Hempel hat ordentlich Eier. Dennoch: Der Longplayer neigt dazu in der Masse des momentanen Outputs etwas unter zu gehen, schon alleine, weil Drone trotz aller Expertise immer noch Raum nach Oben finden können und wohl auch werden. „For Torch And Crown“ zu ignorieren, wäre aber schlichtweg falsch. Die Leistung bleibt reif, die Aufgabe „Album Numero 3“ wurde erfolgreich gelöst. Genrefans halten also die Augen offen!

Anspieltipps:

  • Deepest Red
  • For Torch And Crown
  • Burning Storybook
  • Short Way Down

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