Slipknot - Antennas To Hell - Cover
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Slipknot Antennas To Hell


  • Label: Roadrunner/WEA
  • Laufzeit: 220 Minuten
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10 1 8/10 Unsere Wertung Legende
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Best-Of-Album, Live-CD und Videoclipsammlung in einem: Slipknot überbrücken die Zeit bis zu neuen Studioalbum.

Das bis dato letzte Studioalbum der (Nu-)Metal-Band Slipknot erschien im August 2008 und trug den wenig optimistischen Titel „All Hope Is Gone“. Seitdem liegt die Band auf Eis, wobei das Label nicht locker lässt, die Fangemeinde regelmäßig mit mehr oder weniger neuem Material auf CD und DVD zu versorgen. So wird zum Beispiel der Backkatalog der Band aus Des Moines, Iowa in Form üppiger „10th Anniversary“-Jubiläumsausgaben neu aufgerollt, was allerdings in Anbetracht von nur vier Studioalben zwischen 1999 und 2008 kein dauerhaftes Vergnügen darstellt. Also wird jetzt zu härteren Bandagen gegriffen!

15 Jahre nach der Veröffentlichung von Slipknots Debüt(demo)album „Mate. Feed. Kill. Repeat.“ (10/1996) erscheint nun mit „Antennas To Hell“ das erste Best-Of-Werk der ehemals als alberne Clownstruppe verschrienen Band, bei der die geneigten Käufer aus drei Versionen auswählen dürfen: In der einfachen Version werden dem Fan 19 Tracks auf das Trommelfell geballert, die einen Querschnitt aus den bisherigen Studioalben darstellen, während die 2-Disc-Variante das Best-Of-Programm um eine Bonus-Live-CD mit 17 Songs vom 2009er Download Festival Auftritt erweitert. Der wahre Fan greift allerdings nur und ausschließlich zur 3-Disc-Deluxe-Version, die mit einer zusätzlichen DVD, auf der 20 Videoclips enthalten sind, aufwartet.

Slipknot zählen zu den erfolgreichsten Extrem-Metal-Bands aller Zeiten. Warum, das erzählt „Antennas To Hell“ in ausführlicher Breite. Die neunköpfige Band, die im Mai 2010 den Tod ihres Bassisten und Gründungsmitglieds Paul Gray verkraften musste, erfand einen von blankem Irrsinn getriebenen Thrash Metal der bösesten Sorte, der ursprünglich im Nu-Metal-Bereich angesiedelt wurde, dort aber nichts verloren hatte. Mit dem, was die Band auf ihren ersten Alben anstellte, erschienen Kollegen wir Slayer oder auch Exodus plötzlich als niedliche Relikte aus längst vergessen Zeiten. Denn vor Slipknot mit ihren fiesen Masken hatten die Menschen Angst, da ihre Musik so klang, als würde die Band all das, was sie auf in ihren Songs besang, auch im Alltag erleben.

Dazu passt, dass das „Antennas To Hell“-Booklet als morbides Bilderbuch daherkommt, das den Fundus an Tatwerkzeugen eines Massenmörders zu präsentieren scheint. Alles wie gehabt also. Denn in Einklang mit dem musikalischen Trommelfeuer auf zwei CDs und einer DVD (die auch als separate Veröffentlichung erhältlich ist...) ergibt diese Werkschau den für Slipknot typischen Rundumschlag auf alle Sinne und ist deshalb nichts für schwache Nerven.

Anspieltipps:

  • Snuff
  • Purity
  • Duality
  • Eyeless
  • Surfacing
  • Vermillion
  • People = Shit

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