Joss Stone - The Soul Sessions Vol. 2 - Cover
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Joss Stone The Soul Sessions Vol. 2


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 48 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Zurück zu den Wurzeln der Soulmusik. Acht Jahre nach Teil eins nun Teil zwei.

Etwas, was sich das ehemalige Label von Joss Stone (25) vermutliche jahrelang gewünscht hatte, nämlich eine Fortsetzung des Coveralbums „The Soul Sessions” aus dem Jahr 2003, das gleichzeitig das Debüt der damals 16jährigen Sängerin darstellte, wird nun überraschende Gewissheit. Joss Stone spielte in New York und Nashville die Fortsetzung des mit mehr als fünf Millionen verkauften Einheiten erfolgreichsten Albums ihrer Karriere ein.

Bekanntlich hat sich Stone inzwischen von ihrem ursprünglichen Vertragspartner Virgin Records getrennt und unterhält ihr eigenes Label Stone´d Recordes, auf dem sie 2011 ihr erstes Album nach dem Labelwechsel, „LP1“ (07/2011), herausbrachte. Für „The Soul Sessions Vol. 2“ hat sich Joss Stone wieder mit dem ehemaligen Virgin-Sublabel S-Curve zusammengetan, das mittlerweile den Vertriebsweg über Warner Music nutzt. S-Curve-Labelchef Steve Greenberg gilt als Entdecker von Joss Stone und ist heuer wie schon bei den ersten beiden Alben der Britin als Produzent verantwortlich. Damit scheint es fast so, als würde sich nach fast zehn Jahren ein Kreis schließen.

Das Konzept hinter den zweiten „Soul Sessions“ scheint denkbar einfach: Die großartige Stimme von Joss Stone erhält Kraftfutter in Form bekannter Songs, die vom Publikum bereits als Klassiker durchgewunken und für sehr gut befunden wurden. Damit kommt zusammen, was zusammen gehört und – so der Wunsch – auch kommerzielles Potenzial besitzt. Und man muss wirklich kein Prophet sein, um zu erkennen, dass auf „The Soul Sessions Vol. 2“ nichts anbrennen kann.

Die Songs, die ihre Ursprünge zumeist in den 60er und 70er Jahren haben (Ausnahmen wie „The high road“ von Broken Bells aus dem Jahr 2009 bestätigen die Regel), wurden im Studio mit dem notwendigen Brimborium (Bläser, Streicher) authentisch in Szene gesetzt. Joss Stone singt mit der Erfahrung von 25 Lebensjahren und nicht wie ein schüchterner Teenager, der mit 15 Jahren nicht wirklich wusste, was er da tat.

Joss Stones dazugewonnene Lockerheit übertrug sich auf die Aufnahmen, die wie aus einem Guss klingen und ideal zum aktuellen Soul-Revival-Hype passen, der sich rasant ausbreitet und schon längst auf den Pop- und R&B-Bereich übergegriffen hat. Für eine Sängerin wie Joss Stone, die die Soulmusik seit zehn Jahren liebt und verkörpert, könnten die zweiten „Soul Sessions“, die mit der wundervollen Ballade „Then you can tell me goodbye“ beschlossen werden, so etwas wie das Ticket zurück in frühere hohe Chartregionen darstellen, die die 25-Jährige in letzter Zeit immer öfter verpasst hat.

Anspieltipps:

  • Stoned out of my mind
  • While you’re out looking for sugar
  • The love we had (stays on my mind)
  • I don’t want to be with nobody but you
  • (For god’s sake) give more power to the people

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