Smashing Pumpkins - Pisces Iscariot (Deluxe Edition) - Cover
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Smashing Pumpkins Pisces Iscariot (Deluxe Edition)


  • Label: Virgin/EMI
  • Laufzeit: 220 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Dritte Ausgabe in der luxuriösen Aufarbeitung des Smashing Pumpkins Backkatalogs.

Nach den wiederveröffentlichten Alben „Siamese Dream” und „Gish” als Luxus Editionen im Dezember 2011, macht Virgin Records weiter mit der Aufarbeitung des Smashing-Pumpkins-Backkatalogs. Streng der Chronologie folgend, ist nun das Album „Pisces Iscariot“ mit dem Re-Release dran. Dabei handelt es sich um eine ursprünglich im Oktober 1994 erschienene B-Seiten- und Outtakes-Sammlung, also eher ein kleines, hässliches Entlein, im Vergleich zu dem als nächste Wiederveröffentlichung anstehenden Monumentalwerk „Mellon Collie And The Infinite Sadness” (10/1995).

Umso mehr haben sich die Macher aus dem Hause Virgin/EMI Mühe gegeben mit der Umsetzung dieses Re-Releases. „Pisces Iscariot“ erscheint in einer stabilen Papp-Box mit einem dezent verändertem Coverartwork und einer Ausstattung, die von Nippes wie sieben Postkarten bis hin zu essentiellen Boni wie dem ersten Demotape der Pumpkins als originalgetreues Kassetten-Replikat alles beinhaltet, was der landläufige Fan und Sammler begehrt. Das Originalalbum wurde erstmalig digital überarbeitet und um eine zweite CD mit weiteren 17 Stücken aus der „Pisces Iscariot“-Ära ergänzt. Dazu kommt eine DVD mit einem Live-Auftritt vom 19. November 1988 in Roselle, Illinois sowie sieben Bonus-Live-Clips. Abgerundet wird das Ganze mit einem ausführlichen Booklet, das sich als informativer Begleiter zu einigen Stunden „Music from the dusky reamls of Pumpkinsland“ eignet.

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Leicht windschiefe Rohdiamanten in Form akustischer Balladen wie „Whir“ und „Blew away“, herrlich ruppige Noise-Attacken wie „Pissant“ und „Helly Kitty Kat“ sowie das monumentale „Starla“ stellen das Herzstück der Urversion von „Pisces Iscariot“ dar, das den Charakter einer B-Seitensammlung nie ganz verbergen kann, aber in seiner ganzen Art zu 100% Smashing-Pumpkins-Atmosphäre bietet. Daran knüpfen auch die massenhaft vorhandenen Bonus Tracks auf der zweiten CD an, wenngleich diese noch deutlicher in Demo- und Outtake-Regionen fischen geht.

Doch auch hier findet sich so manche Perle wie „Translucent“ und Coverversionen von Neil Young („Cinnamon girl“), Steve Cash („Jackie blue“) und The Velvet Underground („Venus in furs“). Nun ja, und wenn es kompositorisch ganz arg kommt, kann sich der Hörer wenigstens an Billy Corgans grenzwertigen Gesangskünsten erfreuen („Blissed“, „Purr Snickety“) oder still darüber staunen, wie es sich anhört, wenn die Smashing Pumpkins wie in der Iha/Corgan-Nummer „There it goes“ nach The Cure (!) klingen.

Anspieltipps:

  • Starla
  • Plume
  • My Dahlia
  • Slunk (live)
  • Cinnamon girl
  • There it goes
  • Helly Kitty Kat
  • Venus in furs (live)

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