Angus Stone - Broken Brights - Cover
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Angus Stone Broken Brights


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 61 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Auch ohne seine Schwester Julia hat Angus Stone mit seinem ersten Soloalbum „Broken Bright“ eine abwechslungsreiche und hörenswerte Country-Folk-Pop-Platte erschaffen.

Nachdem Julia Stone bereits vor einigen Wochen ihr zweites Soloalbum „By the Horns“ veröffentlichte, zieht ihr Bruder Angus mit seinem Debüt-Album „Broken Brights“ direkt nach. Angus Stone hat die Zeit gut abgepasst: Pünktlich zur Sommerzeit veröffentlicht er sein nostalgisches Soloalbum, was den Hörer herzzerreißend in Erinnerungen schwelgen lässt und trotzdem sonnige Lebensfreude versprüht.

Weite Landstraßen und Felder, ein abgeranzter Rucksack über der Schulter und den Daumen raus zum Trampen. So ungefähr klingt „Broken Brights“. Warme Sommertage, irgendwo im Nirgendwo und nichts weiter im Gepäck als Erinnerungen und Abenteuerlust. Das ist eigentlich kein Wunder, denn die Inspiration für dieses Album holte Stone sich bei seinen Weltreisen und so bezeichnet er auch die Produktion zu „Broken Brights“: „It’s a whole different trip.”

Wenn man also ein Duo in zwei Teile bricht, kommt es nicht selten vor, dass nicht beide Teile den gleichen Erfolg verzeichnen können. So sieht es auch bei dem australischen Singer-Songwriter Duo Angus and Julia Stone aus: Angus Stone versprüht auf seinem Debüt-Album einen angenehmen Country-Pop-Sound, brilliert mit seinen Singer-Songwriter-Qualitäten auf ganzer Linie. Es klingt dynamischer, wenn auch immer noch sehr leidend, was auf „Broken Brights“ zu hören ist. Ein kleines bisschen Bob Dylan, Eddie Vedder und sogar Neil Young lassen sich heraushören. Es fühlt sich an, als wäre die Frau in den Urlaub gefahren, während man zusammen mit Mr. Stone auf einer Veranda sitzt und dem Sonnenuntergang zusieht.

„Die Aufnahmen zu diesem Album waren eine andere Erfahrung für mich. Ich hatte die Möglichkeit, ein wenig lockerer zu sein und etwas mehr Spaß zu haben”, beschreibt Stone die Arbeit an seinem ersten Solo-Projekt. „Mit meiner Schwester Julia aufzunehmen ist schon cool, aber wir haben beide die Hände am Steuer. Diesmal konnte ich mir das Steuer allein greifen und ein paarmal die Reifen richtig durchdrehen lassen.” Durchdrehende Reifen gibt es auf „Broken Brights“ allerdings wirklich nicht zu hören. Der australische Sänger klingt dank seiner warmen und beruhigenden Stimme vielmehr nach einer verträumten Blumenwiese und nicht nach einer Rennbahn.

Plötzlich tauchen Streicher auf, wie in „It was Blue“ oder sogar ein paar Bläser wie in „Monster“. Es ist eine dunkelbunte Mischung, die auf der gesamten Platte nicht in Langeweile ausartet. Ganz vorne mit dabei steht die bereits vorab gelobte Single „Broken Brights“. Obwohl die Platte an einigen Stellen plätschert, lassen sich nur wenige Kritikpunkte ausmachen. Es ist ein angenehmes, beruhigendes Plätschern: Abwechslungsreich, stimmig und trotzdem ein bisschen unverkennbarer Angus and Julia Stone -Sound.

Auffallend ist bei Angus Stone jedenfalls, dass er diese Solo-Sache um einiges besser hinbekommt als seine Schwester Julia Stone. Während Mrs. Stone sich durch ihre Solo-Alben „The Memory Machine“ und „By the Horns“ seiert und mit ihrem zarten Stimme kaum jemanden wirklich begeistern kann, klappt das Ganze bei ihrem Bruder viel besser. Als Duo klingen Angus and Julia Stone immer noch besser als alleine, aber „Broken Brights“ ist ein gelungenes Singer-Songwriter-Album, passend zur Jahreszeit.

Anspieltipps:

  • Broken Brights
  • River Love
  • Monsters

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