Downspirit - Bulletproof - Cover
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Downspirit Bulletproof


  • Label: Metalville/Rough Trade
  • Laufzeit: 43 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Moderner Metal und Hardrock voller Power und Spielfreude machen dieses Album zum Geheimtipp.

Stuttgard Rock City. Downspirit ist das Baby vom ehemaligen Freedom Call und Symphorce Gitarristen Cédric „Cede“ Dupont. Seine Idee war es Blues und Metal zu einer Einheit zu verbinden. 2010 legte man mit dem Erstling „Point Of Origin“ das Fundament des Konzepts. Touren im Vorprogramm von etablierten Acts wie Sinner folgten. Auf ihren Lorbeeren haben sich Dupont und seine Mitstreiter Steffen Lauth (Gesang, Gitarre), Dennis Wohlbold (Bass) und Steffen Theurer (Schlagzeug) dabei nicht ausgeruht. Im Gegenteil: Sie wirken extrem hungrig und rocken die Bude, dass uns das Dach auf den Schädel fällt.

Der Opener soll natürlich direkt Lust auf mehr machen und genau das ist auch der Fall. Downspirit legen mit „Greed“ energiegeladen, aber noch recht unspektakulär los. Das ist moderner AOR und Hardrock im Stile von Jorn Lande, der aber mit modernen Einsprengseln aufgepeppt wird. „Life After Her“, „Are You Proud?“ oder „Hellyeah“ zeigen dann schon eher die Blues-Elemente. Letztendlich entwickeln sich alle zu eher modernen und ungemein druckvollen Hybriden von modernen Rock und Metal. Der Blues muss sich dann hinten anstellen und verkommt zu bloßem Beiwerk. Das vermindert die hohe Qualität auf „Bulletproof“ keinesfalls. Allerdings erwartet man bei „Metal meets Blues“ schlichtweg etwas anderes. Interessanterweise fühlt man sich eher an die Beatsteaks erinnert. Nun gut...

Dafür verstehen Downspirit ihr Handwerk um so besser. Sie rocken so frisch und unbekümmert, als hätten sie das Genre erfunden. Man merkt, dass sie zu 100% hinter ihrer Mucke stehen und Bock auf diese haben. Besonders Sänger Steffen Lauth ist eine richtige Frontsau. Er beherrscht sowohl die kraftvollen, als auch ruhigen Töne und macht auch beim Shouten eine gute Figur. Ein absoluter Gewinn! Er verleiht Songs wie „Get The F**k Up“, „I'm A Survivor“ (Gotthard lassen grüßen) und der Stadionhymne „What A Way To Die“ Energie und Leben. Da wird selbst das Roxette-Cover „The Look“ zu einem Zeugnis der Coolness.

Und cool ist das gesamte Album. Dass der versprochene Blues nur rudimentär vertreten ist, ist da fast egal. Downside bieten stattdessen einen extrem tighten Mix aus modernem Metal und Hardrock, der mit einer druckvollen Produktion kein Auge trocken lassen sollte. „Bulletproof“ macht seinem Namen alle Ehre. Wenn die Jungs erst mal an ihren Instrumenten sind, wird es so hitzig, dass jedes Projektil zu verglühen droht. Damit setzen sie sicherlich keine Akzente, aber machen ihr Ding gut. Richtig gut sogar.

Anspieltipps:

  • Life After Her
  • Are You Proud?
  • What A Way To Die
  • The Look

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