To/Die/For - Samsara - Cover
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To/Die/For Samsara


  • Label: Massacre Records
  • Laufzeit: 52 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine der eigenständigsten Formationen des Gothic Metal feiert ihr Comeback, die Ideen köcheln aber noch auf Sparflamme.

To Die For hatten mit ihrem Gothic Metal trifft Synthie Pop der 80er-Outfit schon immer einen Exotenstatus inne, der für viele das notwendige Pendant zu den aalglatten Kommerzkajalträgern darstellte. Als die Finnen im April 2009 ihre Auflösung bekannt gaben, war die Bestürzung in der Fangemeinde groß, glücklicherweise dauerte es nicht lange bis Jape von Crow (Gesang), Antti-Matti Talala (Gitarre), Juppe Sutela (Gitarre), Eza Viren (Bass), Juska Salminen (Keyboard) und Matti Huopainen (Schlagzeug) wieder im Studio landeten und über neuen Songs brüteten.

Das Ergebnis stellt nun „Samsara“ dar und wie es sich für einen To Die For-Output gehört, erwartet den Hörer kein reinrassiges, vor Melancholie strotzendes Machwerk, sondern eine kompromisslose Platte, die den Metalansatz einer Band wie Poisonblack mit den Synthie-Ausläufen von Depeche Mode kreuzt, wie bereits der gewöhnungsbedürftige Opener „Kissing the flames“ unter Beweis stellt. Richtig in Fahrt kommt der Sechser nämlich erst mit „Cry for love“, einer Melodic Rock getränkten Nummer, die mit The Cure ein Schäferstündchen gehalten hat. In Richtung Deep Purple schielen To Die For mit der bluesinfizierten Ballade „Folie a deux“, haben außer einem interessant in Szene gesetzten Kinderchor aber keine hervorstechenden Argumente, die den Song vor dem Prädikat „Schlaftablette“ retten könnten.

Überhaupt scheinen die weniger extravaganten Stücke wie das mit einem Plastikorchester anbandelnde „Raving hearts“ oder der pure Gothic Track „Someday somewhere somehow“ dieses Mal die größten Kaufargumente zu sein, denn sowohl der gejammerte Minimalismus in „Oblivion: vision“ und „Death comes in march“, als auch das künstlich gestreckte, durch ägyptische Klischeefloskeln verzierte „Loves a sickness“ missfällt. Somit ist „Samsara“ weder besonders gut, noch besonders schlecht, mitreißendes Songwriting hört sich aber definitiv anders an. Dieses zaghafte „Wir sind zurück“ (mit großem Verbesserungspotential) reicht jedenfalls gerade einmal für eine Wertung knapp über dem Durchschnitt.

Anspieltipps:

  • Cry For Love
  • Raving Hearts
  • Someday Somewhere Somehow

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