Carolina Chocolate Drops - Leaving Eden - Cover
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Carolina Chocolate Drops Leaving Eden


  • Label: Nonesuch/WEA
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Old-Time-Sound aus den 20er und 30er Jahren (ein bisschen) neu verpackt.

Die beiden Gründungsmitglieder Rhiannon Giddens (Fiddle, Banjo, Gesang) und Dom Flemons (Gesang, Gitarre, Banjo, Drums) sowie Hubby Jenkins (Mandoline, Gesang), Adam Matta (Gesang, Beatbox) und Leyla McCalla (Cello, Gesang) stellen zusammen die Formation Carolina Chocolate Drops, die ursprünglich im Jahr 2005 gegründet wurde und im weiten Feld des Folk, Bluegrass, Gospel, Jazz und Country zu Hause ist.

Die Besonderheit an der in North Carolina beheimateten Band: Sie spielt ihre Musik im Stil der 20er und 30er Jahre und konnte damit einen Vertrag beim Label Nonsuch Records (u.a. The Black Keys, Ben Folds, Randy Newman, Wilco) ergattern. Inzwischen stehen mit „Dona Got A Ramblin’ Mind“ (06/2006), „Heritage” (02/2008) und „Genuine Negro Jig” (02/2010) drei Studioalben zu Buche, dem nun mit „Leaving Eden“ das Vierte folgt.

„Leaving Eden“ wurde zusammen mit Produzent Buddy Miller (Robert Plant, Shawn Colvin, Emmylou Harris, Allison Moorer, Solomon Burke) eingespielt und setzt erneut voll auf den Nostalgie-Trip im Südstaaten-Stil. Allerdings experimentiert die im Line-up auf fünf Personen angewachsene Band diesmal mit poppigeren Melodien und HipHop-Elementen (Beatbox) und holt ihre Musik damit ein kleinwenig aus der bis dato recht extremen „Special Interest“-Ecke heraus. Auf diese Weise überraschen die Carolina Chocolate Drops streckenweise mit richtig eingängigen Stücken wie „Country girl“, das mit fluffigen Grooves und dezenten HipHop-Beats auf sich aufmerksam macht.

Damit ist die Band zwar noch längst kein Fall für die Mainstream-Charts, doch mit der Entscheidung, ein paar (wenn auch nur wenige) moderne Einflüsse zuzulassen, steigern die Amerikaner ihre Chancen, von mehr Menschen als „nur“ einer heimischen County- und Folk-Hardcore-Gemeinde gehört zu werden. Voraussetzung ist und bleibt aber eine gewisse Affinität zum Old-Time-Sound der 20er und 30er Jahre, der nachwievor die eindeutige Grundlage der Carolina Chocolate Drops darstellt.

Anspieltipps:

  • Mahalla
  • Country girl
  • Leaving eden
  • Read ‘em John
  • No man’s mama

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