Sky Of Rage - SOR - Cover
Große Ansicht

Sky Of Rage SOR


  • Label: Metalville/Rough Trade
  • Laufzeit: 45 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Solider, gut gemachter Hardrock, der allzu gerne auch mal Metal sein will und so Einbußen in Sachen Stringenz macht.

Die Vorgeschichte von Sky Of Rage liest sich wenig spektakulär. Herren im besten Alter (ein sehr dehnbarer und subjektiver Begriff) treffen sich und entscheiden zusammen Musik zu machen. Der Plan geht auf. Auch wenn sie mit „SOR“ ein Debütalbum abliefern, sind die Mitglieder der schwedischen Hardrock- und Metal-Kombo sicherlich alles andere als Neulinge. Joachim Nordlund (Gitarre) und Mika Itäranta (Bass) kennt man beispielsweise von den längst etablierten Astral Doors und auch der Rest der Band ist kein Haufen Rookies. Zusammen mit Tomas Fridberg (Schlagzeug) gründete Nordlund Sky Of Rage im Jahre 2009. Staffan Carlsson wurde für den Gesangsposten verpflichtet, Janne Cederlund (Gitarre) und der erwähnte Herr Itäranta machten das Line-Up komplett. Die Vision: Hardrock. Solider, erdiger, melodischer Hardrock, der dann und wann auch mal in metallische Sphären aufsteigen darf.

Sky Of Rage haben einen bunten Blumenstrauß aus solidem Hardrock für ihre Hörerschaft vorbereitet. In Songs wie „Countdown“, „Soldiers In A Line“ oder „Sacrifice“ rocken die fünf Herren ganz im Stile von Jorn Lande oder auch den Finnen Altaria. Die Übergänge von modernem AOR zu Power Metal sind dabei fließend, wenn auch eher der Hardrock seine Dominanz behalten darf. Die Ergebnisse sind nette Ohrwürmer, die zwar niemanden mehr hinterm Ofen hervorlocken können, aber für Genrefans definitiv ein gelungenes Fressen darstellen.

Metallischere und härtere Kompositionen dienen dagegen als klare Kontrastpunkte. So sind „Liar“, „Reclaim Your Rights“ oder „Speed Of Light“ waschechte Nackenwirbelzerstörer. Sky Of Rage machen hier fast schon eine 180°-Wende. Am Ende sitzen sie zwischen den Stühlen: Hardrock oder Metal? Klar, beides schließt sich alles andere als aus. Aber Sky Of Rage versäumen es den roten Faden zu finden. Das schmälert den Genuss der Musik doch schon ein wenig und ist besonders deshalb so schade, weil auf „SOR“ durchweg starkes Material geboten wird. Insgesamt steht der Band die gemächliche Ausrichtung etwas besser, schon alleine deswegen weil Sänger Staffan Carlsson die fast schon typische AOR-Stimme hat. Diese ist zwar variantenreich und kraftvoll, droht aber im gelegentlichen Riffgewitter unter zu gehen.

„SOR“ ist somit ein durchaus interessanter erster Wurf der schwedischen Hardrocker geworden. Was die Leistung an den Instrumenten und am Mic betrifft, gibt es jedenfalls nicht viel zu meckern. Ebenfalls ist die Produktion angenehm druckvoll geworden und verleiht den elf Songs den nötigen Wumms. Auch wenn noch viel Luft nach Oben ist, sollte der Fan von Hardrock auf jeden Fall ein Ohr riskieren.

Anspieltipps:

  • Countdown
  • Speed Of Light
  • Liar

Neue Kritiken im Genre „Hardrock“
7.5/10

Lucifer II
  • 2018    
6/10

A Dying Machine
  • 2018    
Diskutiere über „Sky Of Rage“
comments powered by Disqus