Lemmy - Das Hörbuch - Cover
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Lemmy Das Hörbuch


  • Label: Rockhörbuch/Rough Trade
  • Laufzeit: 143 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Geschichte von Lemmy Kilmister und seiner Band wird auf zwei CDs thematisiert. Gelesen von Hans Mörsch.

Motörhead, noch Fragen? Die Band um Frontmann und Ikone Ian „Lemmy“ Kimister ist eine Legende. Im Rahmen der Serie Rockhörbuch wird das Schaffen der Band auf zwei CDs abgerissen. Dabei liegt der Fokus klar auf Bandchef Lemmy selbst. Die bewegte Geschichte der britischen Metaler und sich selbst titulierenden Rock'n'Roller deckt die Bandhistorie von der Gründung bis zum Jahre 2002 ab und bietet einen umfassenden (wenn auch nicht kompletten) Überblick über das Schaffen von Kilmister und seinen Jungs.

Gelesen wird „Lemmy – Das Hörbuch“ von Hans Mörsch. Im Gegensatz zu Hans Peter Katzenburg (Grave Digger), der „Der stählerne Weg von Judas Priest“ gelesen hat, wirkt Mörsch wenig enthusiastisch, stellenweise sogar leicht gelangweilt. Was er mit Katzenburg gemein hat – und das ist fast unheimlich – ist sein Unvermögen der Aussprache eines adäquaten Englischs. Ein „Excel On Mainstreet“ oder „Endscheiner“ (Engineer) kann man (trotz Schlamperei) noch verschmerzen. Wenn Ozzy aber wieder zum „Osburn“ und Thrash zu „Trash“ wird, hört der Spaß langsam auf. Dass Lemmy von Ian zum „Ei-jän“ umbenannt wird, lässt dann aber ratlos und ärgerlich zurück. Interessanterweise hat Hans Peter Katzenburg nahezu die gleichen Fehler gemacht. Steckt da System dahinter?

Im Vergleich zum „Debüt“ der Rockhörbuch-Serie, kommt „Lemmy – Das Hörbuch“ etwas überhastet und uninspiriert daher. Das größte Ärgernis ist wie erwähnt der Sprecher Hans Mörsch. Die Patzer bei der Aussprache der englischen Sprache sind da nur die Spitze des Eisbergs. Viel ärgerlicher ist das fast schon gelangweilte Runterrasseln der Zeilen. Nach zwei Stunden und ein Paar Zerquetschten ist der Spuk dann auch vorbei. Das letzte Kapitel endet dabei extrem abrupt und unvorhergesehen. Fairerweise muss aber gesagt werden, dass das auf die (unautorisierte) schriftliche Vorlage zurück zu führen ist. Selbstverständlich gibt es zu keiner Zeit auch nur eine einzige Einspielung von Motörheadschen Songmaterial. Das ist aber ein Wermutstropfen, der zu verschmerzen und verstehen ist und definitiv kein Negativpunkt.

Wirklich interessant ist „Lemmy – Das Hörbuch“ nur für Die-Hard Motörhead Fans, die trotz unzähligen Publikationen von/über Lemmy und Motörhead nicht genug von ihrer Lieblingsband bekommen können. Die Zielgruppe darf zumindest in Ansätzen über den Erwerb nachdenken. Alle anderen lassen ihre Finger von diesem Teil. Im Gegensatz zum ordentlichen Judas Priest-Hörbuch macht das nämlich keinen Spaß.Achja, noch ein Wort zum Cover Artwork: Microsoft Paint?

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